SPACE EXPLORATION TECHN-CL A (SPCX) — Diskussion

Von 19,6 auf 35 bis 40 Milliarden Dollar Investitionen - das ist ein gewaltiger Sprung.

Die Fantasie einer Tesla-Fusion treibt die Kurse stärker als das Milliarden-Ergebnis selbst. Ob ein Zusammenschluss den Aktionären am Ende mehr nützt als zwei eigenständige Unternehmen, ist offen.

Bis zu 456-mal im Jahr will SpaceX Starship künftig von Südtexas aus starten lassen - eine Größenordnung, die nun in einer Umweltverträglichkeitsprüfung der FAA mit öffentlicher Beteiligung auf den Prüfstand kommt. Die Prüfung legt den Untersuchungsumfang fest und ist ausdrücklich keine Startfreigabe. Für das kommende Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 33 und 37 Milliarden Dollar, nach 14,58 Milliarden Dollar im dritten Quartal 2026. Wie die technischen und regulatorischen Schritte mit dieser Prognose zusammenpassen, dürfte die Diskussion bestimmen.

Ein Umtauschverhältnis von 43 Prozent für Tesla-Aktionäre klingt nach einem fairen Startpunkt - doch es ist eine Momentaufnahme zu den Schlusskursen vom 22. Oktober, und eine Prämie von 30 Prozent würde daraus fast die Hälfte machen. Genau darin liegt der Streitpunkt: Wer bei einem solchen Tausch besser wegkommt, hängt weniger am heutigen Börsenwert als am Verhandlungsgeschick der Beteiligten. Wer unter Termindruck verhandelt, verhandelt schlechter über den Preis.

Dass Musk sich aus den Fusionsgesprächen zwischen SpaceX und Tesla zurückgezogen hat, heißt nicht, dass das Thema vom Tisch ist: Seine Zustimmung als kontrollierender Aktionär bleibt eine der Instanzen, die ein Zusammenschluss ohnehin bräuchte. Wie lest ihr diesen Rückzug - als Distanzierung oder als Formsache?