Siemens Energy AG (ENR) — Diskussion

Frag mal, wenn die jetzt 8 Milliarden Cashflow schaffen — wieso hat der Kurs da nicht noch mehr Luft nach oben? Das ist doch richtig viel Geld.

Ich versteh nicht ganz — 8 Milliarden Cashflow sind doch richtig viel Geld. Aber der Kurs hängt bei 178 und bewegt sich kaum. Warum steigt der nicht weiter, wenn die Zahlen so gut sind?

5% minus bei Rekordzahlen. Klassischer Fall von eingepreist.

Jetzt ist das meiste schon eingepreist.

Okay 17,7 Milliarden Auftragseingang, das klingt ja irre. Aber wenn ich das richtig verstehe, dann sind die Kurse trotzdem gefallen, weil irgendwer nicht zufrieden war mit den Margen? Kann mir jemand erklären, ob das jetzt eher ein Warnsignal ist oder einfach nur die üblichen Zuckungen nach so einem krassen Anstieg?

Nicht ganz. Der Kursrückgang sind klassische Gewinnmitnahmen nach 123% Plus in einem Jahr. Die Margen sind mit dem zweistelligen Bereich sogar über den Erwartungen. Wer hier nur auf den Tageskurs schaut, verpasst das große Bild: Auftragsbestand von 154 Milliarden und verdoppelter Cashflow sind harte Fakten, keine Zuckungen.

Stimmt, die 38% seit Januar waren einfach zu krass. RSI war eh überkauft, da musste der Drops einfach kommen.

Auf dem aktuellen Kursniveau von 42+ KGV muss Gamesa schon im zweiten Halbjahr liefern, sonst wird die Bewertung zum Problem. Den Rückkauf finde ich gut, aber der Preis fürs Wachstum ist mir zu hoch.

Bin ehrlich, die 5% minus heute bei Rekordzahlen sind nicht wirklich rational. Auftragsbestand von 154 Milliarden, Gamesa dreht langsam, Cashflow explodiert – und der Markt ist enttäuscht? Naja, wer bei 170 Euro nach +118% im Jahr einsteigt, der hat auch das kleine Einmaleins der Gewinnmitnahmen nicht verstanden.

Bin ganz bei dir, die 5% Minus sind bei solchen Zahlen schwer rational nachzuvollziehen. Aber langfristig gesehen spielen diese täglichen Ausschläge für meinen Sparplan keine Rolle. Die fundamentale Verbesserung bei Gamesa und der starke Cashflow sind viel wichtiger als der heutige Kurs. Wer hier auf kurze Sicht reingeht, muss mit Volatilität leben – ich bleib einfach stur im Markt und lass die Rendite über die Zeit laufen.

154 Milliarden Auftragsbestand und der Cashflow soll sich verdoppeln – die fundamentale Story ist glasklar. Technisch gesehen stehe ich da aber eher auf der Bremse, der RSI war im Monatschart kurz vor dem Ausbruch ins überkaufte Territorium und solche schnellen Läufe von 120 auf 188 Euro wollen erstmal verdaut werden. Mal sehen, ob wir den 50er bei 165 nochmal testen, bevor es Richtung 200 geht.

945 Terawattstunden bis 2030 sind eine Zahl, die man erstmal sacken lassen muss. Japan komplett als zusätzlichen Verbraucher ins Netz hängen – genau dafür braucht es die Infrastruktur, die Siemens Energy liefert. Wer jetzt noch auf die Bremse tritt, hat den Auftragsbestand von 154 Milliarden nicht verstanden.

Tempo beim Rückkaufprogramm ist schon beeindruckend – innerhalb von 77 Tagen knapp 2 Milliarden eingesammelt. Wenn man sich überlegt, dass die erste Tranche zu einem Durchschnittskurs von 158,50 Euro kam und der Kurs jetzt bei 173 steht, haben die da ziemlich gut getimed. Nächstes Jahr dann die 3 Milliarden extra, die Frage ist nur, ob Gamesa den Break-even im zweiten Halbjahr wirklich sauber hinkriegt. Tja.

Wer die 154 Milliarden sieht, übersieht die Margen-Problematik bei der Abwicklung.

Ohne Frage zeigt das Buyback-Tempo, wie sehr Siemens Energy selbstbewusst agiert. Die Kurse der ersten Tranche liegen tatsächlich günstig im Rückblick. Gamesa bleibt der entscheidende Risikofaktor für die Gesamtstory. Langfristig zählt für mich, ob die operative Wende im zweiten Halbjahr tatsächlich gelingt.

Wann ist der Punkt erreicht, wo Gamesa-Ankündigungen den Kurs nicht mehr so runterdrücken? Die Turbinen-Reservierungen sind ein starkes Zeichen, aber die Windtochter hängt wie ein Mühlstein dran.

Wenn die jetzt schon Reservierungsgebühren für Turbinen verlangen, zeigt das doch, wie extrem die Nachfrage ist. Der Auftragsbestand von 154 Milliarden ist absurd hoch – da kann man sich entspannt zurücklehnen und abwarten.

Muss man sich Sorgen machen, dass der Aktienrückkauf nur ein Ablenkungsmanöver ist, während Gamesa immer noch nicht richtig läuft?

Gamesa ist längst eingepreist, der Markt hat sich dran gewöhnt. Solange die Zahlen nicht besser werden, bleibt das halt der Mühlstein, das ist normal. Der Punkt kommt erst, wenn die operative Wende bei der Windtochter sichtbar wird, also Margen steigen und Verluste schrumpfen. Solange Bruch nur warnt und nicht liefert, drückt jedes Gamesa-Update weiter.

Neulich hab ich mir den Auftragsbestand auch genauer angeschaut. 154 Milliarden sind irre, aber die entscheidende Frage ist die Marge darauf – viele der alten Wind-Deals drücken da noch brutal rein. Die Reservierungsgebühren sind ein klares Signal, dass sie ihre Pricing-Power endlich nutzen, statt Aufträge um jeden Preis zu jagen. Der Chart sieht auf Tagesbasis erholt aus, der RSI ist aus dem überverkauften Bereich raus, die 200-Tage-Linie bei ~136 hab ich fest im Auge als Rückenwind.