Willkommen zur Diskussion über GERRESHEIMER AG.
Ticker: GXI
ISIN: DE000A0LD6E6
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Gerresheimer muss die Prognose drastisch senken und verschiebt die Zahlen erneut. Wie schätzt ihr die langfristigen Folgen dieses Bilanzskandals ein?
Goldman baut seine direkte Beteiligung aus, genau während die Aktie durch Bilanzprobleme und verschobene Zahlen im Keller ist. Interessante Diskrepanz zwischen Marktpanik und Großaktionärsvertrauen. ![]()
Vorsicht, weil Goldman Sachs hier mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf eigene Rechnung handelt. Darüber hinaus sind das oft Gegengeschäfte zu Derivaten. Das alles kann man nicht als “Kaufsignal” bewerten, wenn man nicht mehr über den Hintergrund erfahren kann, und wer kann das schon.
Klar, das mit Goldman Sachs ist so eine Sache. Wie Analyst schon sagt, da muss man vorsichtig sein. Oft ist das nur Derivate-Gegengeschäft oder Stimmrechtskonsolidierung, nicht unbedingt ein Vertrauensbeweis ins operative Geschäft.
Gerresheimer hat massive Bilanzprobleme, verschiebt den Jahresabschluss 2025 und erwartet hohe Wertberichtigungen. Da sind Umsätze zu hoch angesetzt und Vorräte falsch bewertet worden. Das sind fundamentale Red Flags.
Da hilft auch kein “oversold” RSI. Wenn die Zahlen nicht stimmen, ist die Aktie für mich erstmal tabu. Wer weiß, was da noch alles rauskommt. Die UBS hat das Kursziel ja auch gerade massiv gesenkt und auf “Sell” gesetzt.
Lassen sie sich bitte nicht verrückt machen. Wen interessiert denn der Konzernjahresabschluss. Beteiligt sind wir an der AG und da zählt der Einzelabschluss.
Bei den möglicherweise falsch angegebenen Leasingverbindlichkeiten kann ich mir nur vorstellen, dass es sich dabei nicht um einen Bilanzfehler handelt sondern um Angaben unter der Bilanz („Finanzielle Verpflichtungen“).
„Bewertungsfehler“ ändern doch nichts am Geschäftsmodell - schon gar nicht, wenn diese mittlerweile möglicherweise „ausgeräumt“ sind.
„Vorfakturierungen“ sind doch nur dann „falsch“, wenn die fakturierte Ware zusätzlich noch im Bestand geführt wird. Andernfalls darf man ruhig Gewinnrealisierung annehmen. Aber welchen Umfang können diese denn haben? Und sollte es sich hier tatsächlich um größere Aktivierungsfehler handeln, wäre das ein großes Problem für die KPMG. Einen derartigen Schnitzer traue ich selbst denen nicht zu. Und wenn schon - das ist doch längst Schnee von gestern.
Also, greifen sie zu.
Mit freundlichen Grüßen
Bernhard Köhler
Konzernabschluss egal? Wenn die BaFin gleich zweimal tief gräbt und der Bericht immer noch nicht da ist, ist das kein Kleinkram. Da geht’s um Vertrauen, und das ist aktuell einfach weg. Keine gute Basis.
Rechnet ihr mit einem Dead-Cat-Bounce, solange der RSI unter 30 bleibt?
RSI unter 30 zeigt, dass es extrem überverkauft ist. Das kann einen technischen Sprung auslösen. Aber bei Gerresheimer ist das Bilanz- und Liquiditätsproblem das eigentliche Ding, kein Indikator.
Silgan wollte ja 41 Euro zahlen, das ist fast das Doppelte vom aktuellen Kurs. Während andere Unternehmen um solche Angebote froh wären, setzt Gerresheimer lieber auf den eigenen Restrukturierungsplan.
41 Euro war fair, aber ohne testierten Abschluss interessiert das keinen. Die BaFin im Nacken und der RSI tief im Keller - wer da jetzt auf den Silgan-Deal schielt, hat die letzten Wochen verschlafen.
Hmm. Der Kurs bei 22,70€ erholt sich, aber der testierte Abschluss fehlt und die BaFin hat drei konkrete Baustellen. Ohne den Stempel im Juni ist das alles nur heiße Luft. Die Frage ist, ob die 65% unter dem Hoch schon genug Abschlag für das Chaos sind.
Bilanzthemen und Verkauf von Centor gleichzeitig - normalerweise macht man sowas nicht parallel, wenn alles glatt läuft.
Mich wundert, dass die Insider trotzdem kaufen. Ich versteh nicht, wie man bei dem Bilanzchaos so viel Geld in den Sand setzen kann.
40% unter dem Buchwert, die Kreditgeber ziehen mit und das Juni-Testat könnte die letzte Ungewissheit nehmen. Die Frage ist nur, ob der Markt den Bilanzkorrekturen wirklich glaubt oder schon beim nächsten Gegenwind wieder verkauft. Warte aktuell ab.
Juni-Testat wird zeigen, ob die Bilanzkorrekturen wirklich Hand und Fuß haben. Bis dahin bleibe ich auch erstmal an der Seitenlinie, dafür ist das Risiko nach den Vorfällen noch zu groß.
Normalerweise verkauft man keine Töchter wenn alles nach Plan läuft. Der Centor-Verkauf riecht für mich eher nach Löschung eines akuten Brandherds als nach strategischer Portfoliosteuerung.
44 Prozent Minus sind kein Crash, sondern eine anhaltende Vertrauenskrise. Der Markt glaubt der Story erst wieder, wenn die Bücher sauber sind.
Gerresheimer: Bruch unter 200-Tage-Linie
Gerresheimer ist unter die wichtige 200-Tage-Linie (25.27 EUR) gefallen. Aktueller Kurs: 25.24 EUR.
96% der Schuldschein-Inhaber haben einer Fristverlängerung zugestimmt. Wenn das kein Alarmzeichen ist.