Willkommen zur Diskussion über EVONIK INDUSTRIES AG.
Ticker: EVK
ISIN: DE000EVNK013
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Goldman mit 20 Euro Ziel, Jefferies nur bei 15. Da klafft eine riesige Lücke im Analystenlager.
Was bringen die ganzen Kapazitätserweiterungen in Asien, wenn Berenberg die Aktie trotzdem zum Verkauf empfiehlt – ist Evonik damit nicht viel teurer als ein einfacher Chemie-ETF?
Gibt’s hier jemand der den Ausbruch über die 200-Tage-Linie ernst nimmt? Die liegt bei 14,80, wir stehen bei 17,50 – das ist ein klarer Bruch des Abwärtstrends, egal ob Berenberg Sell sagt. Mich wundert nur, dass der RSI nicht schon viel heißer läuft bei 40% Plus seit Januar.
Ach komm. 475 Mio EBITDA bei fallendem Umsatz – das ist dieses Jahr der zweite Aufwärtshaken in Folge. Aber der RSI bei 70,8 zeigt mir, dass der Markt operative Spardisziplin schon eingepreist hat. Für 17,80 will ich mehr als nur Kostensenkungen sehen.
Ehrlich, der RSI bei 70,8 ist mir ziemlich egal, wenn die operative Marge unter Kosten- und Währungsdruck stabil bleibt. Die 475 Mio EBITDA sind kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von „Evonik Tailor Made“, das erste Stellen streicht und Strukturen glättet. Dass der Umsatz fällt, ist bei Spezialchemie mit Währungskopfschmerzen normal – die wichtigen Kennzahlen wie Aufträge bei Crosslinkern und Methionin ziehen ja gerade an. Deine Sorge wegen eingepreister Effekte verstehe ich, aber der Nahost-Boost ist kein Einmaleffekt, sondern zeigt, wie resilient die Produkte in Krisen sind. Für 17,80€ sehe ich da noch Luft, solange die Nachfrage nicht komplett einbricht.
BlackRock zieht sich raus, Jefferies hebt auf Buy - selten so eine Uneinigkeit zwischen Profis gesehen. Wer hat recht?
BlackRock reduziert, Jefferies kauft - das zeigt vor allem, wie schwer der Chemiesektor gerade einzuschätzen ist. Ich halte mich bei solchen Signalen raus und bleibe bei meinem breit gestreuten ETF-Sparplan. Einzelaktien wie Evonik sind mir zu stark von Analystenlaunen abhängig, das passt nicht zu meiner langfristigen Strategie.
Nächste Woche Hauptversammlung, die Dividendenkürzung ist durch, aber die 40-60%-Regel finde ich klüger als starre 1,17€. Dann lieber flexibel.
Mich wundert, dass der Kurs trotz der Membran-Nachricht so mau bleibt. 2,5 Gigawatt Kapazität klingt nach einer Hausnummer.
350 Mio für Digitalisierung bei gleichzeitigem Stellenabbau – das passt für mich nicht zusammen. Die streichen Personal und geben dann Millionen für Automatisierung aus, damit sie noch weniger Leute brauchen.
Klar passt das zusammen – das ist der ganze Punkt. Du willst Personalkosten senken und gleichzeitig die Produktion effizienter machen. 350 Millionen für Digitalisierung sind eine Investition, die sich über niedrigere Betriebskosten rechnet. Ohne die Automatisierung könntest du die Stellen gar nicht in dem Umfang abbauen, ohne dass die Produktion leidet. Ist halt kein Sozialprogramm, sondern eine nüchterne Kostenrechnung.
So 100 Millionen Dollar in die USA pumpt Evonik. Und hier wird zeitgleich Personal abgebaut. Ist das nicht ein klares Zeichen, dass sie Europa aufgeben?
So einfach ist das nicht. Evonik investiert da gezielt in den Pharmabereich, weil die USA der größte Markt für hochwirksame Wirkstoffe sind – das hat nichts mit “Europa aufgeben” zu tun. Der Personalabbau hierzulande betrifft eher die klassische Chemiesparte, die unter den hohen Energiekosten und der schwachen Nachfrage leidet. Das ist eine strategische Verschiebung innerhalb des Konzerns, kein Ausstieg aus Europa. Die Bewertung mit KGV um die 15 ist für mich bei dem Mischkonzern aber noch nicht reizvoll.
Kann mir jemand erklären, warum der Kurs seit Jahresbeginn um fast 25% gestiegen ist? Der Chef redet doch ständig von Problemen und baut Stellen ab. Da passt für mich was nicht zusammen.
Mal ehrlich, die Prognoseerhöhung ist ja nett, aber 17,90 Euro bei einem KGV jenseits von 20, während gleichzeitig der Einmaleffekt durch die Hormus-Blockade wegfällt? Zu dem Preis muss die Transformation schon extrem liefern, oder seht ihr das anders?
RSI bei 70 und 20% über der 200-Tage-Linie – da ist die Luft erstmal raus. Goldman sieht bei 20 Euro das Ende der Fahnenstange, das sind gerade mal 8% von hier. Die operative Erholung ist eingepreist, gegenläufige Chemie-Zyklen aber nicht. Ich warte aktuell ab.
Wenn BASF tatsächlich nachlegt, wie viel Aufschlag zum aktuellen Kurs müsste es dann für die Aktionäre sein, damit die RAG-Stiftung ihren Anteil runterbekommt? Die wollten doch sowieso auf gut 25 Prozent zurück. Frag mich ehrlich, ob die 22,15 überhaupt das Ende der Fahnenstange waren oder nur das erste Nasenstüber.
Wenn Evonik das erste Angebot als zu niedrig abweist und der Markt trotzdem munter eine Prämie auf den Kurs legt, frage ich mich, worauf die Leute eigentlich setzen. Auf die Großzügigkeit von BASF? Die haben doch gerade erst kundgetan, dass der Ausgang vollkommen offen sei, und JP Morgan sieht den Wert bei 14 Euro. Zwischen 22,15 und 14 liegt eine hübsche Spanne, in der man sich verlaufen kann. Oder ist der Plan, dass die RAG-Stiftung am Ende sowieso die 43 Prozent losschlägt und irgendwer schon zahlen wird? Ich frage ernsthaft: Was macht die Aufnahme formeller Verhandlungen denn für den Kurs gut, wenn am Ende die Übernahmefantasie wieder rausgerechnet wird und übrig bleibt, was operativ da ist? Das würde mich mal interessieren, wie die Runde hier das sieht
Berenberg von Sell auf Hold, nach 55% YTD. Timing ist alles.