Deutsche Telekom AG (DTE) — Diskussion

Was hat der VW-Deal eigentlich für eine Marge? T-Systems war ja lange nicht gerade für hohe Renditen bekannt.

Margen bei T-Systems waren in der Tat lange Zeit eher mau. Aber dieser Cloud-Deal mit VW ist ein Infrastrukturprojekt über Jahre, kein einmaliger Projektgeschäft-Zuschlag. Langfristig gesehen kann so ein Großauftrag die Auslastung der Rechenzentren massiv verbessern und damit die Rendite nachhaltig steigern. Für mich als passiven Anleger zählt ohnehin, dass die Telekom ihren stabilen Cashflow weiter ausbaut und die Dividende hält.

26 Euro hält, aber die US-Fusionsgerüchte hängen wie ein Damoklesschwert drüber. RSI unter 30 ist üblicherweise ein Signal, bringt dir aber nix, wenn keiner kauft.

Hab den RSI unter 30 auch schon oft genug gesehen, wo’s dann nochmal 10% runterging. Der Markt blendet die Fundamentaldaten aktuell komplett aus, weil die Unsicherheit zur US-Struktur einfach zu groß ist. Solange T-Mobile US nicht final geklärt ist, helfen auch keine Analysten-Kaufempfehlungen. Die Dividende ist nett, aber wenn der Kurs weiter fällt, frisst der Verlust locker fünf Jahre Ausschüttungen auf.

Bin langsam am überlegen, ob ich hier nicht nochmal nachlege. Der RSI kratzt an der 30er-Marke, Fitch hebt das Rating an, und trotzdem will keiner kaufen. Das riecht für mich nach einer klassischen Akkumulationsphase, wo die Profis leise einsammeln, während die Masse panisch verkauft.

Ob die Profis da wirklich schon einsammeln, frag ich mich. Die 25,71 als 52-Wochen-Tief sind mir noch zu nah dran, und bei nem KGV von knapp über 16 ist der Burggraben auch nicht so tief, wie viele glauben.

2,3 Millionen Aktien in einer Woche eingesammelt, Kurs trotzdem unter der 27. Der Rückkauf bremst den Fall, aber drehen tuts noch nix.

Rückkauf ist schön und gut, aber die Bewertung ist mit KGV über 20 immer noch nicht günstig. Solange die US-Zahlen nicht deutlich besser kommen, dreht der Kurs halt nicht.

Oder seh nur ich das Problem mit den Halluzinationen? Die KI löst doch nur jede zweite Anfrage richtig, das klingt für den Alltag noch ziemlich riskant.

Ich frag mich ob die FCC-Untersuchung nicht komplett untergeht in der ganzen KI-Euphorie. Acht Millionen Kunden zwangsumgestellt, das kann doch nach hinten losgehen wenn AT&T jetzt aggressiv wirbt.

To dem Kursziel von 40 Euro von der Deutschen Bank kann ich nur den Kopf schütteln. Der Rücksetzer von über 20% vom Hoch ist kein Zufall, die Konkurrenz durch Starlink wird langsam real. Bei KGV über 20 und einem fragilen Chartbild greife ich da nicht vor den Quartalszahlen zu.

Mal ehrlich, was soll diese Panik? 277.000 Neukunden bei T-Mobile, Cashflow-Prognose nach oben geschraubt, Vorstand kauft selbst Aktien – und trotzdem geht’s runter.

Der Markt reagiert auf den US-Handel, nicht auf die Fundamentaldaten.

Lohnt sich der Einstieg jetzt trotz des Stellenabbaus in den USA, oder wartet ihr ab, bis die Integrationskosten durch sind? Bei 47,5 Mrd. EBITDA-Prognose und der erhöhten Cashflow-Marke sollte der Kurs eigentlich stabiler stehen.

Was wäre wenn der Stellenabbau genau das Richtige ist, um die 47,5 Mrd. EBITDA zu erreichen? Ich versteh nicht, warum die Leute bei jeder Sparmaßnahme gleich panisch werden – die Integrationskosten sind doch ein Zeichen, dass die Telekom die US-Sache ernsthaft durchzieht. Klar, der Kurs wackelt, aber operativ läuft’s doch richtig gut, also würd ich da eher rein als warten – die dicke Cashflow-Prognose ist doch das, was zählt.

Oder seh nur ich das so, dass die 28,42 mit dem RSI bei 57 einfach eine klassische Seitwärtsbewegung unterhalb der 30er-Marke ist? Solange der Rückkauf läuft und die den 50er SMA im Rücken haben, sehe ich da keinen Grund für Panik – aber das Kursziel von Barclays auf 35 zu kappen, während UBS bei 36 bleibt, ist schon ein seltsames Signal.

Rückkauf-Tranche von knapp 4 Milliarden bis Dezember—das ist mehr als nur eine Geste. Der free Cashflow von 5 Milliarden im Quartal deckt das locker ab, da fehlt es nicht an Substanz für die 30er-Marke.

Lustig, dass du die 30er-Marke ansprichst. Bei einem KGV über 20 und der Integration von UScellular bin ich da vorsichtiger, der Gewinn ist ja erstmal um 6% gesunken. Die 20 Milliarden Free Cashflow sind solide, aber der Aktienkurs hat das Rückkauf-Programm schon komplett eingepreist — für mich zählt da eher die Dividendenrendite als der Kurssprung.

:down_arrow: Deutsche Telekom: Bruch unter 200-Tage-Linie

Deutsche Telekom ist unter die wichtige 200-Tage-Linie (28.53 EUR) gefallen. Aktueller Kurs: 28.45 EUR.

1,4 Millionen Haushalte für eine Milliarde Euro, das ist ein vernünftiger Preis für einen strategischen Einstieg ins polnische Festnetz. Die eigentliche Story hier ist aber, dass die Kabel-Deutsche zuhause mit Vodafone langsam unter Druck gerät. Der Schritt nach Osteuropa macht da operativ absolut Sinn.

Die 20 Milliarden Free Cashflow für 2026 klingen erstmal stark, aber die 13,4 % Auftragsminus bei T-Systems sind ein unschöner Wermutstropfen in den Zahlen. Da bleibt der Blick auf den Polen-Deal und das KI-Event im Oktober.