MICRON TECHNOLOGY INC (MU) — Diskussion

Gibt’s hier jemand der noch an den Ausverkauf glaubt, oder kaufen alle schon die 2027-Knappheit? Die Marge ist ja absurd hoch, aber der Kurs hängt trotzdem 28% unter dem Hoch – das passt für mich irgendwie nicht zusammen.

Puh, 823 Euro nach so einem Fremdschwung — da hat SanDisk die Rally gezündet, nicht Micron selbst. Der Markt handelt den ganzen Sektor als einen einzigen Trade, das wird wehtun, wenn die negative Meldung kommt.

So ein 28% Abstand zum Hoch ist bei Zyklikern völlig normal, der Markt preist einfach schon den nächsten Abschwung ein, obwohl die Knappheit bis 2027 offiziell bestätigt ist.

Klingt fast zu gut, oder? 841 Euro nach ner abgewiesenen Klage, aber die Rally kam vom Sektor-Rückenwind. Ich bleib dabei: solange die 900er nicht fällt, ist der Zug noch nicht abgefahren.

Der Insider verkauft 43 Millionen Dollar bei 1.084 Dollar, während New Street 1.250 als Kursziel sieht. Das ist ein klassischer Fall von gemischten Signalen, aber bei der Marge von 25 Dollar pro Aktie bei 41 Milliarden Umsatz bleibt die KI-Story intakt.

Der Markt kauft hier offenbar die gesamte Speicherbranche, nicht nur die eigene Bilanz. Ein Branchen-Rating von 1.250 Dollar bei gleichzeitiger Citigroup-Warnung vor fallenden Preisen ab 2027 zeigt, wie breit die Einschätzungen zum Ende des Zyklus auseinandergehen.

:down_arrow: Micron Technology: Bruch unter 50-Tage-Linie

Micron Technology ist unter die 50-Tage-Linie (845.87 EUR) gefallen. Aktueller Kurs: 841.50 EUR.

29 Analysten sehen ein Kursziel von über 1.500 Dollar und die Angebotsknappheit läuft bis 2027, aber Tepper verkauft trotzdem 41 Prozent seiner Position. Die 94 Prozent annualisierte Volatilität sagen mehr über das Risiko aus als jedes Kursziel.

Die 3 Billionen Dollar außerbilanzielle Verpflichtungen im KI-Ökosystem sind ein dicker fetter Elefant im Raum, den alle ignorieren, solange die Spotpreise steigen. Aber genau diese Zahl zeigt, wie fragil die ganze Karte ist, auf der Microns Rally baut. Ein Zyklusumschwung bei den Speicherpreisen würde härter treffen als die 6,9 Prozent heute.

Kursziel 1.625 Dollar bei einem KGV von knapp 13, das ist der Punkt. Solange die HBM4-Verträge halten, ist der Zinsdruck eher ein Kauffenster als ein Signal.

Die halbe Umsatzbasis ist vertraglich bis 2030 abgesichert und trotzdem knallt es 7 Prozent. Da sieht man, wie sehr die Zinsdebatte gerade die Bewertung von den Fundamentaldaten entkoppelt. Ich bleib da eher gelassen, die Zahlen sprechen für sich.

Ausverkauft für 2026 mit Festpreisverträgen, das ist in dieser Branche fast schon ein Novum. Die 65 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt zeigen aber auch, dass die Bewertung noch viel Luft nach unten hat, bevor es weh tut.

Zehn Milliarden für Forschung plus zehn Jahre Wafersicherung, und dann noch die Rekordguidance unterlegen. Das ist kein Schnellschuss, sondern der Versuch, die nächste Speicherphase sauber zu planen.

Zehn Milliarden für Forschung bei 41 Milliarden Umsatz – das ist ein Ansatz, der sich sehen lassen kann. Die 50% Angebotslücke ist ja schon eine Hausnummer, wenn da die Fünf-Jahres-Verträge stehen.

HBM bis 2028 ausverkauft, aber die Aktie gibt nach. Vor den Zahlen am 30. September scheint die gute Nachricht bereits verdaut, die Preissetzungsmacht ist aber ein echtes Pfund.

81 Prozent operative Marge in der Speicherbranche, das ist außergewöhnlich. Die Frage ist nur, ob das der neue Normalzustand ist oder ob die 1.250 Dollar Kursziel von New Street den Zykluspeak abbilden.

Sagt mal, die Citi warnt ja schon wieder vor dem Ende des Preiszyklus 2027 – aber ist das nicht bei Speicherchips immer so, dass die Analysten den Abschwung vorhersagen, während die Kurse trotzdem weiterlaufen? Ich versteh noch nicht ganz, ob man diese Warnung ernster nehmen sollte als die ganzen hohen Kursziele von 1.300 oder 2.000 Dollar. Die verkaufen da drüben ja auch massiv Aktien, der Chef allein für fast 30 Millionen – ist das bei so einem Kurslevel nicht einfach normales Gewinnmitnehmen?

Fast 230 Prozent Jahresplus, aber 25 Prozent unter dem Hoch, während der CEO weiter verkauft. Die Insider wissen offenbar mehr als die Analysten mit ihren 1.300-Dollar-Kurszielen.

Citi warnt immer. Gewinnmitnahmen sind normal.

730% in 12 Monaten und trotzdem noch ne Kaufempfehlung nach der anderen, da frag ich mich schon, ob die Modelle die Zyklik überhaupt abbilden können. Die 100 Mrd. an Aufträgen bis 2030 sind beachtlich, aber Insiderverkäufe in der Größenordnung sind halt auch ein klares Statement.