Willkommen zur Diskussion über KONTRON AG.
Ticker: KTN
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Goldman steigt mit Swaps und Leihen ein, nicht mit Aktien. Das ist eher ein Handelsgeschäft als eine Überzeugungswette.
Okay Auftragsbestand bei 2,5 Mrd und die Leerverkäufer hebeln immer noch dagegen. Die Rechnung geht nicht auf.
Frag mich nicht, die Shortseller sehen wohl was wir nicht sehen – oder sie zocken einfach auf fallende Kurse trotz guter Zahlen.
Mal ehrlich, die 2,5 Milliarden Auftragsbestand sehen solide aus — während die Probleme bei GreenTec erst im Q4 gelöst werden sollen, bleibt das für mich eher eine Wette auf die Zukunft.
(1) Die US Tech-Konzerne setzen auf reine Cloudlösungen. Und Kontron nutzt insbesondere die Edge-Verarbeitung. Wenn man Echtzeitdaten analysieren will, muss man Berechnungen am Entstehungsort der Daten machen.
(2) In den USA ist das Thema Datensicherheit nicht über eine europäische CRA Verordnung gelöst.
(3) Vermutung : US Tech Konzerne tun sich schwer, europäische Konzerne hochkommen zu lassen,
nach dem Motto, ein Konkurrent weniger bringt mehr Gewinn. Man erinnere sich an SAP, als man die Aktie in 2020 auf unter 100 € geprügelt hat. Eine Gewinnwarnung wurde für einen massiven Kurssturz genutzt. Nur das beherzte Kaufen über die Hasso Plattner Single Asset GmbH & Co. KG ~ 250 Mio € konnte den weiteren Absturz verhindern. Ohne große US Player geht’S nicht.
M.E. werden sich die Leerverkäufer gehörig die Finger verbrennen. Ob nun dieses oder nächstes Jahr, wenn Nov. 27 der CRA in Kraft tritt.
Was bedeutet das eigentlich genau, wenn die Leerverkäufer sich die Finger verbrennen? Müssen die dann zwangsweise kaufen, wenn der Kurs steigt?
Nicht unbedingt. Aber der Leerverkäufer leiht sich Aktien gegen eine Gebühr, verkauft sie am Markt zu einem Kurs x. In der Erwartung dass der Kurs sinkt. Und einfach gesagt nach einer gewissen Zeit und wenn das eintritt verkauft er, realisiert seine Gewinne und gibt die Aktien zurück. Klappt das nicht und der Kurs steigt, gerät der Lerrverkäufer unter Druck, weil dann müsste er ggfs. teurer zurückkaufen und er macht Verluste. Das kann teuer werden. Bei Kontron wird es spannend, wie sich die Leerverkäufer nun verhalten nach der Ankündigung, das Ennoconn eine Übernahme von Kontron anstrebt.
Das wäre auch für AktionärInnen ein Thema, ob sie verkaufen. Wobei der angebotene Preis zu niedrig ist, gemessen an dem Wachstumspotential von Kontron
Danke für die Erklärung, jetzt ist mir das klarer. Wenn die jetzt 500 Leute entlassen, heißt das dann, dass die Übernahme gar nicht so sicher ist oder wollen die sich nur hübsch machen für den Käufer? Ich find das alles ziemlich unübersichtlich gerade.
Da ist die Übernahmefantasie aber schon ganz schön eingepreist. Auf 22,90 bei einem möglichen Angebot von 23,50 bleibt kaum Luft nach oben. Ob die operative Story ohne Ennoconn genug Zugkraft für 25+ Euro hätte, wage ich zu bezweifeln.
Wer sich so sehr auf den Übernahmepreis versteift, übersieht die operative Entwicklung. Der Transportation-Bereich wächst um fast 28 Prozent, das ist langfristig mehr wert als ein einmaliger Aufschlag von 60 Cent. Für meinen Sparplan wäre mir die Aktie mit dem laufenden Umbau bei GreenTec ehrlich gesagt zu unsicher, solange der Cashflow negativ bleibt.
Glaub die 23,50 von Ennoconn ist einfach ne sichere Untergrenze – ob’s ohne den Übernahmepuffer gen Norden geht, bleibt fraglich bei den sinkenden Umsätzen.
Puh. Die 23,50 von Ennoconn ist ein guter Boden, aber ohne operative Erholung wird das nichts mit nachhaltigem Anstieg. Die sinkenden Umsätze im IoT-Geschäft sind einfach ein Fakt, den man nicht wegdiskutieren kann.
Kann mir jemand erklären, warum der Kurs trotz des starken Rückkaufprogramms und Goldman Sachs so wenig vom Fleck kommt? Liegt das wirklich nur an den rückläufigen Umsätzen oder übersehe ich da was?
Chartbild einfach noch nicht reif.
Da gibt es eine lange Geschichte von organischer Umsatzschwäche, lediglich durch Zukäufe ermöglichtes Wachstum, mangelnder Zuverlässigkeit der Projektionen und der generellen Transparenz des Management etc. etc.
Das eventuelle Angebot durch Ennoconn ist rechnerisch unattraktiv. Zu dem avisierten Preis wird daraus keine Übernahme werden, es sei denn es kommen noch wertmindernde Umstände ans Tageslicht.
Das ist doch genau das Problem, ständig wird Wachstum nur zusammengekauft. Am Ende bleibt von der Marge kaum was übrig, wenn man mal ehrlich rechnet.
Warum sollte man die Aktien denn überhaupt hergeben, wenn das Angebot so ein schlechter Witz ist? Wenn die Firma doch angeblich so viel mit KI macht, müsste der Kurs doch eigentlich viel höher stehen.
Die Relevanz von KI für das jetzige Geschäftsmodell von KTN scheint mir begrenzt. KI generiert indirekt sicher Nachfrage auch nach KTNs Hardware, aber macht aus KTN kein KI-Unternehmen. Bei der Software haben sie meines Wissens praktisch Null KI-Basiertes, auch wenn sie es in ihrem Marketing anders darstellen mögen.
Der Preis, von dem Ennoconn spricht, ist dann vorteilhaft, wenn das Unternehmen in Wirklichkeit noch weniger wert sein sollte…