JUNGHEINRICH - PRFD (JUN3) — Diskussion

Willkommen zur Diskussion über JUNGHEINRICH - PRFD.
Ticker: JUN3
ISIN: DE0006219934
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Nach dem ganzen Russland-Ausstieg frage ich mich, ob die jetzt wirklich mehr Geld pro verkauftem Gerät verdienen. Diese Strategie 2030+ soll ja alles automatisierter machen. Ist das gut oder schlecht, wenn das so viel Kapital frisst?

Dass die Analysten trotz 56,5 Mio EBIT noch Kursziele jenseits der 40 Euro sehen, wundert mich schon. Die Aufträge sind zwar gestiegen, aber Vorzieheffekte durch Preiserhöhungen sind kein echtes Wachstumssignal. Und wenn selbst der Vorstand eine Dividende auf 0,29 Euro kürzt, signalisiert das doch wenig Vertrauen in die kurzfristige Erholung.

Klingt nach dem Klassiker: gutes Unternehmen, aber der Markt bestraft aktuell jede Schwäche. Die Marge von 4,4% ist für einen Industriekonzern einfach zu dünn, da helfen auch die Analystenphantasien von 44 Euro nicht weiter. Solange die Eigenkapitalrendite nicht wieder zweistellig wird, bleib ich an der Seitenlinie.

Mich stört eher, dass der Kurs trotz Auftragsplus keine Bodenbildung zeigt. Die 24 Euro waren psychologisch wichtig, jetzt fehlt der Halt.

Sagt mal, wie tief muss der RSI eigentlich fallen, bis hier einer kauft? Bei 24% unter der 200er ist das schon eine Steilvorlage für diejenigen, die auf den Turnaround spekulieren.

Ach komm, der RSI allein ist doch kein Einstiegssignal bei Jungheinrich. Klar, technisch sieht’s billig aus, aber der Markt bestraft hier einfach die fehlende operative Dynamik. Die 23 Euro waren eine wichtige Marke und die ist gebrochen – das ist kein Dip zum Kaufen, das ist ein Vertrauensverlust. Die Analysten mögen ja 34 oder 40 Euro sehen, aber die labern von Hoffnung aufs zweite Halbjahr während die Auftragseingänge noch nicht liefern. Wer jetzt auf den Turnaround spekuliert, der setzt auf ein Unternehmen, das im ersten Quartal voll auf die Fresse gefallen ist und bei dem der Ausblick für 2026 eher wie ein Wunschkonzert wirkt. Ich halte meine Finger so lange still, bis ich echte Volumenanstiege und eine Erholung über die 200-Tage-Linie sehe – alles andere ist Zocken mit fallenden Messern.

Mal ehrlich, bei 6,3% Marge und Cashflow von 50 Mille ist die Bewertung trotz Kursrutsch noch nicht billig genug. Aufträge allein machen noch keinen Gewinn, der Preiskampf mit den Chinesen bleibt das Kernproblem. Tja.

gewinnwarnung und die Analysten erhöhen die Kursziele. Die haben wohl eine andere Rechnung als der echte Cashflow

:chart_decreasing: Jungheinrich: Neues 52-Wochen-Tief!

Jungheinrich ist heute auf ein neues 52-Wochen-Tief von 21.30 EUR gefallen. Das vorherige Tief lag bei 21.82 EUR.

Zwei Häuser, zwei völlig gegensätzliche Kursziele für dieselbe Aktie: 41 gegen 21 Euro. Ob eine so breite Spanne mehr über die Unsicherheit im Markt oder über die Analysten selbst verrät.