E.ON SE (EOAN) — Diskussion

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Ticker: EOAN
ISIN: DE000ENAG999

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19,50 Euro ist das neue UBS-Kursziel. Die Aktie steht schon genau dort.

Jetzt müssen sie 48 Mrd. in die Netze stecken, während RWE sich an den Erzeugungsmargen labt. Zwei komplett unterschiedliche Spiele.

Frag mich echt, ob dieser große Plan mit den 48 Milliarden für die Netze nicht ein bisschen zu dick aufgetragen ist. Ich meine, klar, wir brauchen mehr Kapazitäten für die vielen Solaranlagen und Wärmepumpen, aber die Bundesnetzagentur bestimmt doch, wie viel Rendite E.ON damit verdienen darf. Wenn die im November die Zügel noch enger macht, dann rechnen sich die ganzen Investitionen vielleicht gar nicht so richtig. Oder übersehe ich da was?

Nach den 48 Milliarden frag ich mich schon, ob die das wirklich alles so durchbekommen. Die Bundesnetzagentur ist der entscheidende Faktor, da hast du recht. Wenn die im November die erlaubte Rendite auf die Netze drückt, dann wird aus dem dicken Investitionsplan schnell eine Kostenfalle. E.ON hat zwar mit 18,70 Euro und einem KGV von geschätzt 15 keine Mondbewertung, aber die regulatorische Ungewissheit ist ein echtes Risiko. Ich sehe den Wert eher als defensiven Halteposten mit ordentlicher Dividende, aber für neue Positionen ist mir das zu heiß.

Klingt fast zu gut, oder? 1,4 Milliarden in die Netze im ersten Quartal ist ne Ansage. Aber ich versteh nicht ganz, warum der Kurs trotzdem unter seinem Jahreshoch hängt – liegt das wirklich nur an der Angst vor der Bundesnetzagentur?

Eigentlich solide, dass sie die günstigen Zinsen mitnehmen. Wäre aber interessant zu sehen, ob die Investitionen nachhaltig die Rendite steigern.

Günstige Zinsen sichern ist clever, aber bei 4 Mrd. Euro Schulden in einem halben Jahr frag ich mich schon, wann die Rendite aufs eingesetzte Kapital mal sichtbar wird.

4,3 Milliarden in sechs Monaten ist schon ein Wort. Die grünen Anleihen zu den Konditionen sind okay, aber irgendwann muss aus den Investitionen auch mal Cash kommen.

Also Cash kommt da erstmal nicht, das ist ja der Punkt. Die grünen Anleihen sind klassische Fremdfinanzierung für Investitionen, die sich über Jahre amortisieren. Ein Stromnetz baut man nicht in zwei Quartalen, und Wasserstoff-Infrastruktur erst recht nicht. Der RSI bei 77,1 zeigt eher, dass der Markt die Planungssicherheit gerade eingepreist hat, nicht dass morgen die Kasse klingelt. Wer auf kurzfristige Cashflows schielt, ist bei E.ON sowieso falsch – der Laden lebt von regulierten Renditen und langfristigen Verträgen. Die 4,3 Milliarden sind ein gutes Signal, dass sie die Finanzierung für 2026 im Griff haben, aber der operative Cashflow kommt erst in ein paar Jahren, wenn die Netze stehen und die Speicher laufen.

Bidirektionale Laden klingt ja auf dem Papier toll, aber die entscheidende Hürde sehe ich in der Standardisierung und den Netzentgelten dafür. Wenn E.ON das bis 2027 wirklich marktreif hinbekommt, ist das ein massiver Wettbewerbsvorteil gegenüber den ganzen Startups, die nur mit Prototypen rumspielen. Die 48 Milliarden Investitionsplanung untermauert ja, dass sie diesen Weg mit voller Kraft gehen – entweder sie werden der dominierende Netzbetreiber der dezentralen Energiezukunft oder sie verbrennen Unsummen.

Klar, 14,4 Milliarden für Redispatch seit 2019 – und die Zeche zahlen am Ende die Verbraucher über die Netzentgelte. Die Frage ist doch, ob E.ON das nicht längst eingepreist hat und der Kurs trotzdem über dem 200er läuft, oder ob die regulatorischen Hürden bei den Netzentgelten jetzt richtig weh tun.

RSI bei 34,3 und unter der 50er-Linie — der Chart sieht aktuell nicht gut aus für E.ON. Die Sicherheitsdebatte um die Netze kommt da noch obendrauf und drückt zusätzlich.

19,11 Euro und die Analysten sehen die Aktie nur bei 17,40. Da liegt das Kursziel ja fast 10% unter dem aktuellen Niveau.

Hmm, Analysten liegen oft daneben.

21% plus seit Januar und die digitale Netzsteuerung liefert die Story dafür. Der Markt preist das schon ein.

Die 21% plus seit Jahresbeginn sind nett, aber bei 4,50% unterm Hoch und nem Kursziel von 17,40 von Jefferies frage ich mich, ob da nicht bald die Luft raus ist.

Warum eigentlich diese ganze Aufregung um die Ovo-Übernahme? 7,5 Milliarden für einen britischen Anbieter, während man gleichzeitig zuhause mit der Bundesnetzagentur über jede Rendite verhandelt – da frag ich mich, ob das Management den Blick für die einfachen Rechnungen verloren hat. Die Dividende ist solide, klar, aber bei 19,50 Euro und einem KGV das langsam Richtung 20 geht, wird der Sicherheitspuffer dünn.

Seit wann ist KGV 20 bei regulierten Netzbetreibern ein Problem?