Okay, die massive Kapitalrückführung von 2,7 Milliarden Euro ist ein starkes Signal. Bei einem KGV von rund 7 und einer Dividendenrendite von über 3% sieht die Bewertung weiterhin günstig aus. Die Bank setzt ihren Fokus klar auf die Aktionäre.
Hab die Kapitalrückführung auch als wichtigen Schritt gesehen. Der Chart zeigt mit dem Kurs über 35€ und der Annäherung an das Jahreshoch, dass die Aktionäre das Vertrauen honorieren.
Die strukturellen Bilanzrisiken einer vollständigen Konsolidierung dürften für UniCredit ein weitaus größeres Problem darstellen als der aktuelle Streit um die Bewertung.
Ohne eine überzeugende Bewertung macht eine Übernahme keinen Sinn. Die Eigenständigkeit mit der Momentum-Strategie und einer Dividende von 1,10 Euro bietet Aktionären gerade mehr Perspektive.
Die MBank-Komponente macht das Ganze finanziell noch viel komplexer. Orlopp und der Vorstand haben mit den starken Quartalszahlen und der erhöhten Dividende klug Fakten für die Unabhängigkeit geschaffen.
Die 30%-Beteiligung nur zum Buchwert zu halten, war ein geschickter Schachzug. Die Vollkonsolidierung wird für UniCredit ein teures Erwachen.
Ironisch, dass die Diskussion um eine Übernahme geht, während die eigene Dividende von 1,10 Euro fast doppelt so hoch ist wie im Vorjahr. Gegen die Eigenständigkeit mit solchen Zahlen spricht im Moment wenig.
So ist es, die Dividende spricht für sich. Der Chart zeigt aber auch, dass der Kurs seit Wochen seitwärts läuft und sich an der 40-Euro-Marke abarbeitet – da braucht es mehr als eine gute Ausschüttung für den nächsten Push.
Die Erwartung eines Prognose-Upgrades im Mai ist plausibel, aber der Markt scheint bereits viel davon eingepreist zu haben.
Die Prämie ist schon weg, und jetzt muss UniCredit deutlich nachlegen. Die Quartalszahlen nächste Woche werden zeigen, ob die Commerzbank den Druck standhält.
Das Management zeigt Rückgrat, aber ein Angebot von 30,80 Euro bei einem aktuellen Kurs über 36 Euro ist einfach lächerlich.
Bei 38 Euro Kurspotenzial und einem aktuellen Kurs über 36 Euro wirkt das Angebot von 30,80 Euro tatsächlich wie ein schlechter Witz. Die Aktionäre werden das nicht durchwinken.
Orcel geht mit harten Bandagen vor, aber die Reaktion der Commerzbank-Aktie heute zeigt, dass der Markt die feindliche Übernahme nicht einfach abnickt.
Die Erhöhung der Dividende auf 1,10 Euro ist ein klares Signal an die Aktionäre, während sich der Vorstand gegen die Übernahmepläne zur Wehr setzt.
Orcel stellt ein Ultimatum, und die Commerzbank schießt scharf zurück. Wenn die Politik jetzt auch noch klar Stellung bezieht, wird das wohl nichts mit der Übernahme.
7.500 Stellenabbau als Hebel für mehr Gewinn – das ist ein brutaler Preis für eine Fusion, die der Markt aktuell ohnehin nicht honorieren will.
Ich frag mich ob die 30,80 Euro aus dem aktuellen Tauschangebot nicht der eigentliche Knackpunkt sind. Während der Kurs bei 34 Euro steht, bietet UniCredit faktisch einen Abschlag an – das würden institutionelle doch nur mitnehmen, wenn sie an die Übernahme glauben. Oder überseh ich da was?
Neulich, die Institutionellen sehen den Abschlag als Einstiegspreis für den erwarteten Übernahmeerfolg.
Fast 33 Prozent ohne Mehrheit, und der deutsche Staat sitzt immer noch im Boot. Wenn Orcel die angedrohte Pause einlegt, bleibt die Commerzbank erstmal zwischen den Stühlen hängen.
Die 54%-Quote bis 2026 ist ambitioniert, aber Stellenabbau allein macht noch keine unabhängige Bank. Der Druck von UniCredit bleibt massiv.