Das Delisting in Toronto und der Wechsel an die Nasdaq erzeugen gerade massiven technischen Verkaufsdruck, das ist der einzige Grund für das aktuelle Kursbild. Der operative Fortschritt bei Sangdong ist zweitrangig, solange die Umschichtungen der Depotbestände die Dynamik dominieren. Charttechnisch heißt das abwarten, bis dieser Abgabedruck bei den Alt-Börsen ausläuft.
Am 30 oder 31.7, also morgen oder übermorgen, kommen die aktuellsten short interest quotes.
DA wird man sehen, wie pessimistisch das sentiment der Investoren ist. Ob es zunimmt oder sich abschwächt. Die letzten Monate - im Prinzip seit dem April Hoch, ist die short quote ständig gestiegen. Nun ein Trendwechsel?
Heute erstmal wieder minus 11% kospi verdauen, ebenso - 4% Nikkei.
Dann noch die Grundrichtung der Fed (vermutlich keine Zinserhöhung).
Plus ein paar Zahlen der Mag7.
Am 17.8. Q2 Zahlen sowie 17.11. Q3 Zahlen von ALM,
Schauen wir mal, wo ALM heute Nacht stehen bleibt….
Die Short-Quote ist bei der ganzen Umschichterei momentan eh nur die halbe Wahrheit. Wenn die Altinvestoren wegen der Delistings rausmüssen, drückt das den Preis unabhängig von jeder operativen Fantasie.
Das Delisting ist bei der aktuellen Handelsstruktur in Kanada und Australien wohl kaum das Hauptproblem. Viel kritischer ist doch, dass die Deutsche Rohstoff AG ihre Anteile massiv abwirft, während das Unternehmen gerade erst in die Produktion geht und operativ beweisen muss, dass der Cashflow auch wirklich sprudelt.
Wenn da Millionen Aktien auf den Markt geworfen werden, spielt das Sentiment der Shorties eine untergeordnete Rolle. Erstmal abwarten, ob die Produktion in Sangdong wirklich profitabel skaliert, bevor man hier von einer Bodenbildung spricht.
Dass das Abstoßen der Alm-Anteile der Deutschen Rohstoff AG den Kurs zusätzlich drückt, da würde ich zustimmen.
Für eine fundierte Einordnung der wahrscheinlichen Fahrtrichtung des ALM-Kurses auf Sicht der nächsten Wochen und Monate sind vor allem die Erfüllung der propagierten Zahlen als einzige Fakten ausschlaggebend.
Natürlich spielen aber sicherlich auch die weltwirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen als Nebenbedingung mit hinein, da können die Zahlen auch noch so gut sein.
Als ob “technischer Verkaufsdruck” (aus TSX delisting) der Grund wäre. Aber durch “delisting” mal eben 1-2 Milliarden USD Marktkapitalisierung verbrannt (285 Mio Aktien x Kursverlust 4€ in letzter Zeit für delisting). Immerhin Verwaltungsaufwand eingespart, Clap clap.
Wo bliebt denn dann der “Kaufdruck”? Wie es schon zur Zeit der Russellindex Aufnahme gehiessen hat?
Mir kommt das vor, als wenn der Kurs künstlich nach unten gedrückt werden soll.
(und Nein, ich gehöre nicht zu den Verschwörungstheoretikern!)
Das Delisting in Kanada sorgt halt für massiven Verkaufsdruck durch institutionelle Anleger, die dort nicht mehr halten können. Dass die Produktion in Sangdong jetzt anläuft, interessiert den Markt kurzfristig weniger als dieser erzwungene Abverkauf.
Ja, ich verstehe natürlich, dass Inst.Anleger gezwungen sind zu verkaufen, wenn an ihrer heimischen Börse der Handel mit einem Anteilspapier geschlossen wird.
Was ich nur nicht verstehe, sollte dies nicht dazu führen, dass selbige Anleger dann halt wieder (in unterstellt gleichem Volumen) an einem anderen Marktplatz kaufen?
Frei nach dem Motto - ist die Cola bei Supermarkt X aus, kauf ich halt bei Supermarkt Y.
Der Kuchen wird ja nicht weniger, er wird nur wieder anders aufgeteilt.
Ich bin sehr sehr gespannt auf Montag nächster Woche - wenn sich der Markt hoffentlich erstmal ausgeko.. hat (TSX und so) und die jewels interessierten Kreise günstiger an “ihre Cola” kommen können.
Warum sollten die Leute denn einfach woanders kaufen, wenn der Kurs die ganze Zeit nur fällt? Wenn die Aktie so schlecht läuft, haben die großen Anleger doch sicher gar kein Interesse mehr daran, ihre Cola woanders zu holen.
Warum sie kaufen?
Um im Bild zu bleiben: Weil sich die Leute irgendwann vorher mal entschieden haben, Cola zu trinken, da sie sich Vorteile, einen (monetären Nutzen) davon versprochen haben.
Die Leute können natürlich jetzt eine gewisse Zeit lang nichts trinken oder von ihren Colavorräten leben oder halt zu Pepsi wechseln, wenn sie sich davon mehr Nutzen versprechen.
Wenn Cola wieder “in” ist, wollen sie alle wieder Cola haben
Vorschlag:
Einfach ein paar mal mehr tief durchatmen, die echten Zahlen als handfeste Fakten abwarten, entsprechend handeln.
Alles andere, wieso, weshalb, warum, diese ständigen Mutmaßungen, Korrelationen und Kausalitäten herzustellen bringt doch nix!
Alles nur Spekulatius!
So, ich habe fertig. Danke.
1,6 Milliarden Dollar Finanzierung, Baustart nächsten Monat, und die Aktie fällt 3,5 Prozent. Da zeigt sich mal wieder, wie wenig operative Meilensteine aktuell zählen, wenn der Markt Risikoscheu hat. Operativ stark, charttechnisch eine Katastrophe, das ist der Widerspruch der ganzen Branche gerade.
Der Rückzug aus Toronto und Sydney ist konsequent, wenn die Liquidität eh nur noch in den USA liegt. Aber die Zwangsverkäufe der Indexfonds zeigen, wie wehrlos Einzelaktien gegen passive Strukturen sind, der Russell-Aufstieg dürfte das mehr als kompensieren.
Der Börsenwechsel von Toronto zur Nasdaq sorgt halt für ordentlich Verwirrung, wenn die Notierungen an verschiedenen Handelsplätzen so auseinanderlaufen. Wer die Aktie halten will, muss die unterschiedlichen Kurse in Kanada, Deutschland und den USA aktuell getrennt beobachten.
Die erzwungenen Verkäufe durch den Index-Rauswurf haben den Kurs künstlich gedrückt, jetzt dreht sich das Blatt mit der laufenden Produktion in Sangdong. Passiv-Verkäufe sind ausgestanden, die 25 Dollar von Oppenheimer sind ambitioniert. Ob die Liquidität auf Nasdaq und Frankfurt wirklich reicht, wird sich zeigen.
Der Rückzug von der TSX und die Index-Verkäufe waren ein bekanntes Übel, aber die Verlagerung der Liquidität auf die Nasdaq mit dem 1:1-Umtausch für Australien ist sauber durchgezogen. Das 21-Jahre-Abnahmeabkommen über 90 Prozent der Phase-1-Produktion gibt dem ganzen Setup eine solide Basis, bevor am 17. August die ersten echten Umsatzzahlen kommen.
17% Verlust durch Index-Zwangsverkäufe, und jetzt reboundet es wieder. Das Delisting war halt ein technischer Effekt, die Sangdong-Produktion läuft und Wolfram bleibt strukturell knapp. Wer den Ausverkauf genutzt hat, sitzt jetzt auf einem guten Einstieg.