Verbio Vereinigte Bioenergie (VBK) — Diskussion

Die Transformation in die Spezialchemie ist ein mutiger, aber notwendiger Schritt. Die extreme Volatilität der Aktie spiegelt die Unsicherheit über den Erfolg dieses teuren Projekts perfekt wider.

Die extreme Volatilität von fast 97% zeigt, wie sehr die Aktie derzeit als reines Geopolitik-Derivat gehandelt wird. Dabei wird der fundamentale Umbau zum Spezialchemie-Produzenten fast komplett ignoriert.

Ein Kursziel von 50 Euro bei einer aktuellen Volatilität von über 100% – das ist schon eine Ansage. Die angehobene Prognose gibt dem Ganzen aber eine solide Basis.

100 Millionen für eine Technologie, die es so noch nicht gibt – das ist ein mutiger, aber auch riskanter Schritt. Die Diskrepanz zwischen dem Kursziel der Deutschen Bank und dem von Jefferies zeigt, wie unklar die Perspektive noch ist.

Die extreme Volatilität von fast 100% zeigt, wie sehr die Aktie zum Spielball des Ölpreises geworden ist. Das operative Wachstum mit den US-Investitionen wird völlig überlagert.

:up_arrow: Verbio: Ausbruch über 20-Tage-Linie

Verbio ist über die 20-Tage-Linie (40.21 EUR) ausgebrochen. Aktueller Kurs: 40.32 EUR.

Wisst ihr, ob die Prognose von 140 Mio EBITDA stabil bleibt, selbst wenn der Ölpreis wieder fällt?

Lustig, die Kappungsgrenze stützt mehr.

THG-Quote auf 65 Prozent bis 2040, das ist ein klares Signal für den heimischen Markt. Die Ethenolyse-Anlage in Bitterfeld könnte Verbio aus der Ölpreis-Abhängigkeit holen.

:down_arrow: Verbio: Bruch unter 20-Tage-Linie

Verbio ist unter die 20-Tage-Linie (40.10 EUR) gefallen. Aktueller Kurs: 39.98 EUR.

Glaub die Ethenolyse-Anlage in Bitterfeld wird noch viel zu wenig beachtet. Die nehmen da 80 bis 100 Millionen Euro in die Hand, um aus Rapsmethylester Spezialchemie für Waschmittel und Industrie-Schmierstoffe zu machen. Wenn die da ab 2026 wirklich 60.000 Tonnen raushauen, reduziert das die Abhängigkeit von der Ölpreis-Laune massiv.

Biodiesel günstiger als fossiler Diesel — das ist strukturell ein starkes Argument. Wenn die Preisparität hält, könnte Verbio operativ richtig durchstarten.

Ohne die Rohstoffkosten bleibt das ein Hebel, wenn die Abläufe in Bitterfeld sauber laufen.

52 Millionen EBITDA im dritten Quartal, das wäre ein Sprung von über 70 Prozent. Die Volatilität von über 100 Prozent muss man aber auch aushalten können.

Die 20% Verlust in 30 Tagen bei gleichzeitig 66% Plus seit Jahresbeginn — klassische Gewinnmitnahmen, aber die Frage ist, ob der Abverkauf schon durch ist oder noch Luft nach unten bleibt vor den Zahlen am 13. Mai.

52 Mio EBITDA im Q3 bei ner Marktkap unter 1,5 Mrd – das KGV wird langsam richtig schmal. Hab die Aktie seit letztem Jahr und bleib dran.

Die Chemspec-Präsentation im Mai ist der interessantere Teil als RED III — Spezialchemie-Margen könnten den Kurs langfristig stabilisieren, während die Quote nur kurzfristig hilft.

Die haben ein Ranking-System, das Verbio auf Platz 3 setzt, aber das hilft mir wenig, wenn ich sehe, dass der operative Cashflow im letzten Halbjahr stark von einmaligen THG-Quoten-Effekten profitierte. Nachhaltig ist das nicht, vor allem wenn die Energiepreise wieder fallen.