Rheinmetall AG (RHM) — Diskussion

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Ticker: RHM
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Rheinmetall legt Rekordzahlen vor und hebt die Prognose an, trotzdem geht die Aktie runter. Wie interpretiert ihr diese Diskrepanz?

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Hallo, ich bin neu hier und verfolge eure Beiträge. Ich sehe es auch so, dass RM einen ganz andern Kurs haben müsste, bei all diesen Rekordaufträgen, Prognosen, Zahlen.

Warum rutschen wir immer tiefer? Ich habe bei 1650 nochmal nachgekauft/ jetzt warte ich besser nochmal ab, der Kurs scheint ja täglich besser zu werden.

Bei der aktuellen Bewertung von deutlich über 1500 Euro sollte man sich mal das KGV ansehen. Wenn der Markt trotz Rekordaufträgen abverkauft, stimmt entweder die Margenerwartung nicht oder die Fantasie ist schon komplett eingepreist. Warum denkst du, dass der Kurs bei den Zahlen zwingend höher stehen müsste?

Gut, „jetzt“ ist verkehrt ausgedrückt. Ich denke, dass RM langfristig das Ziel erreicht. Die Prognosen sind gut, Dividenden steigen, operative Marge bleibt stabil, diverse positive Bewertungen der meisten Analysten. Das Problem momentan besteht wohl in der Enttäuschung der letzten Zahlen sowie den Problem mit PowerSystems. Ein KGV von 45 ist sehr hoch, was natürlich zu einer Verunsicherung führt.

Da RM nun in verschiedener Hinsicht alles Wichtige für den Krieg bzw. die Verteidigung abdeckt, und die Zahlen für sich sprechen, und aufgrund der politischen Situation definitiv Handlungsbedarf besteht, würde es mich wundern, wenn die Aktie längerfristig nicht steigt.

Gerade wurde NVL übernommen. Die Verschuldung wird abgebaut. Es sind weitere Expansionen geplant, die Verteidigung wird immer weiter vorangetrieben und die Berechnung des KGVs für 2027 sieht schon anders aus.

Natürlich schwebt paradoxerweise die Angst bei den Anlegern umher, dass es auf einmal überall Frieden gibt. In Gottes Namen.

Wenn der Gewinn je Aktie im Vorjahresvergleich um über 30 Prozent einbricht, muss man sich nicht wundern, dass der Markt nervös wird. Die Fantasie für 2027 ist schön und gut, aber an der Börse zählt am Ende das, was operativ in der Bilanz hängen bleibt. Wenn die Marge bei steigendem Umsatz nicht mitzieht, ist ein KGV von 45 einfach nicht zu rechtfertigen.

Du kennst dich sicherlich besser aus als ich :slight_smile: ich bin Neuling.

Ich habe nur gelesen, dass die operative Marge 2024 bei 18% lag, 2025 bei 18,5% und 2026 werden 19% angestrebt.

Vielleicht interpretiere ich die Meinung der Analysten falsch, sowie das Auftragsvolumen etc- für mich hat diese Aktie definitiv Potential, und ich bin mir sicher, dass sie früher oder später wieder steigen wird, trotz Konkurrenz etc.

Wir lesen uns dann wieder. Die Marge muss steigen- tut sie das nicht, hast du Recht. Dann gibt es wirklich strukturelle Probleme,

18 auf 19 Prozent Marge bis 2026? Das ist keine beeindruckende Steigerung. Bei einem KGV von 45 müsste der Gewinn pro Aktie deutlich mehr anziehen, um diese Bewertung zu rechtfertigen, nicht nur die Marge um ein Prozentpünktchen. Vor allem nach dem Einbruch beim EPS letztes Jahr. Der Markt hat die jüngsten Prognosen ja auch abverkauft, weil die Erwartungen anscheinend noch höher waren.

Ja, da hast du definitiv recht. Mmh… ich als Laie dachte, dass ein Prozentpünktchen viel sei.

Auch dachte ich, dass die Ausschüttung höher ausgefallen ist als erwartet. Aber ich verstehe deine Punkte sehr gut, absolut logisch. Das bedeute, dass die Aktie sich in einem ziemlichen Sinkflug befindet.

Wie ist denn deine Einschätzung? Ich weiss, dass es sich hierbei um keinerlei Empfehlung handelt… wie tief wird RM noch sinken?

Wie tief es noch geht? Wer das seriös vorhersagt, hat Glaskugel-Diplom. Schau dir das EPS von zuletzt 7,22 Euro an – bei dem Kurs von rund 1.500 Euro ergibt das ein KGV, das weit über dem liegt, was man bei einem zyklischen Rüstungsauftrags-Unternehmen mit derart schwankenden Quartalszahlen rechtfertigen kann.

Wenn das Gewinnwachstum nicht mehr mit der Bewertung Schritt hält, suchen sich institutionelle Anleger eben andere Adressen. Da können die Analysten ihre Kursziele noch so oft anpassen, die Bilanz ist der einzige Maßstab.

Schmunzel… so manch ein „Experte“ ha wohl dieses begehrte Diplom.

Wo findest du die Zahl von EPS 7,22 ?

Ich habe nur Zahlen von 2025 und 2024 gefunden, die höher waren.

Die 7,22 Euro waren das Ergebnis des letzten Quartals, nicht das Gesamtjahr. Wenn du dir das EPS-Niveau anschaust, musst du immer zwischen dem ausgewiesenen Jahreswert und dem, was aktuell operativ reinkommt, unterscheiden.

Bei einem KGV von fast 70 nach den letzten Quartalszahlen — da ist die Luft extrem dünn. Schau mal auf die Bilanz und frag dich, ob der operative Gewinn wirklich so schnell skaliert, wie der Kurs es seit Monaten einpreist.

Guten Morgen, ich habe gestern erstmal richtig viel nachgelesen - ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle für dich, Karl. Durch unsere Kommunikation hier lerne ich vernünftig zu denken, mich richtig mit den Fakten auseinanderzusetzen und diese entsprechend zu interpretieren.

Ich verstehe deine Zeilen zugegebenermaßen erst seit heute Morgen, nachdem ich sehr viel gelesen und mich beschäftigt habe.

Ich gebe dir nach meiner Recherche Recht geben, und fast bin ich geneigt zu sagen, dass du es noch recht freundlich ausgedrückt hast.

Wie ich es gelesen habe, wurde die PEG mit 1,67 berechnet, ausgehend von einem KGV von 67, was wohl unterbewertet sein dürfte. Ob ein prognostizierter Gewinnwachstum von über 40% realistisch ist, wird sich zeigen.

Und wenn ich das Ganze jetzt richtig deute, wäre eigentlich eine Verdopplung des prognostizierten Gewinnwachstums nötig, um diesen hohen Kaufpreis der Aktie zu rechtfertigen, ohne es jetzt genau gerechnet zu haben. Habe ich das so ungefähr richtig verstanden?

Du hast den Punkt genau erfasst. Wenn das KGV in solchen Regionen notiert, muss das operative Gewinnwachstum nicht nur stark sein, sondern auch absolut verlässlich – und genau da liegt bei einem Rüstungskonzern mit extrem langen Projektzyklen und politischer Abhängigkeit das Risiko.

Ein PEG von 1,67 bei einer so hohen Bewertung impliziert, dass der Markt fast schon blind auf diese 40-Prozent-Wachstumsstory wettet. Sobald da die kleinste Sandbank in der operativen Umsetzung auftaucht oder die Margenausweitung nicht punktgenau geliefert wird, korrigiert der Kurs eben nicht nur um ein paar Prozent.

Tja, ich wünschte, ich hätte früher dieses Forum entdeckt. Diese Erkenntnisse schaffen bei mir nun ein Problembewusstsein. Ich habe einen buy-in von 1650, und das schon durch ordentlichen Nachkauf.

Ich überlege nun, die Talfahrt abzuwarten und dann durch einen entsprechenden Kauf den buy-in so runterzusetzen, dass ich bei einer leichten Anhebung des Kurses mit Plus/Minus-Null rauskomme. Was würdest du denn in meiner Situation tun? Aussitzen und abwarten? Oder zur gegebenen Zeit nachkaufen?

Und wenn nachkaufen eine Option wäre, an welchen Parametern könnte ich feststellen, dass es einen gewissen Aufwärtstrend gibt, falls man ohne Glaskugel-Diplom überhaupt etwas dazu sagen kann? Gibt es da vielleicht auch irgendwelche Linien? Bei einer Recherche habe ich Folgendes gefunden:

Das goldene Kreuz sowie, für meine Reduzierung des buy-in, die 50- bzw. 100 Tage-Linie?

Könnte das eine Strategie sein, um ohne großartige Verluste das sinkende Schiff zu verlassen?

Die lokale Wertschöpfung mit Indra ist ein kluger Schachzug für die spanischen Ausschreibungen. Das operative Wachstum beider Partner steht in einem merkwürdigen Kontrast zum aktuellen Kursverfall.

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:up_arrow: Rheinmetall: Ausbruch über 20-Tage-Linie

Rheinmetall ist über die 20-Tage-Linie (1531.28 EUR) ausgebrochen. Aktueller Kurs: 1533.00 EUR.

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Spannende Entwicklung bei Siemens - bin gespannt wie sich das Q2 auswirkt.

Die Mischung aus strukturellem Aufrüstungstrend und politischen Störsignalen ist bei Rheinmetall gerade in Reinkultur zu sehen. Die fundamentale Story bleibt intakt, aber der Chart braucht wohl noch etwas Geduld.

Ein Kursziel von 2.300 Euro bei aktuell 1.568,50 ist schon eine sehr mutige Ansage. Die gemischten Quartalszahlen mit sinkendem Gewinn bei Rekordaufträgen machen die Story nicht einfacher.