Willkommen zur Diskussion über Redcare Pharmacy NV.
ISIN: NL0012044747
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Der Kursverlust von 50% seit Jahresbeginn spricht Bände. Der personelle Neustart wirkt wie ein verzweifelter Versuch, während die großen Drogeristen das Kerngeschäft angreifen.
Wie geht es nach 2027 weiter mit dem Rx-Bereich frage ich mich?
Der Chart zeigt bei Kursen um die 31 Euro keinen Halt. Das Ding ist im freien Fall, da hilft auch kein Blick auf 2027.
Eine Börsenkorrektur hat mit dem Wert der Firma nicht immer was zu tun. NVIDIA korrigierte nach Corona ebenfalls um 55%, nur um dann 1000% zu machen. Redcare ist operativ profitabel und nur wegen Abschreibungen aufgrund von Investitionen noch im Verlust. Redcare wächst zweistellig und ist der Marktführer im Onlineapothekenmarkt. Die Dominanz wächst weiter und Redcare baut seinen Shop vom Verkäufer auf eine Plattformökonomie um. Drittanbieter nutzen Redcare, um auf 14 Millionen Kunden Zugriff zu haben. Ebenfalls wird Redcare immer mehr Geld mit Werbung verdienen. Deshalb auch eine prognostizierte Marge von 5% mittelfristig und 8% langfristig. Ein KUV von 0,195 wird bei diesen Werten unhaltbar sein.
Operative Profitabilität sieht anders aus, wenn man die Abschreibungen nicht einfach als lästige Nebensache ausblendet. Bei einem Nettoverlust von fast 40 Millionen Euro im letzten Jahr von einer echten Gewinnmaschine zu sprechen, ist Augenwischerei.
Woher soll bei diesen Margen der Free Cashflow kommen, um das Plattform-Geschäft ohne weitere Verwässerung der Aktionäre zu skalieren?
Redcare hat im Geschäftsjahr 2025 und 2024 bereits einen positiven operativen Cashflow generiert. Das Kerngeschäft wirft bereits Geld ab. Die hohen Abschreibungen und Ausgaben (118 Mio. Euro Capex in 2025) flossen in die Automatisierung (Sevenum) und neue Logistik (Pilsen). Das Management hat klar kommuniziert, dass 2025/2026 die Jahre der maximalen Investitionen sind. Danach sinkt die Investitionsquote von fast 5% auf 2% des Umsatzes. Die Skalierung der Plattform (Marktplatz & Retail Media) ist nahezu capex-frei. Wenn ein Drittanbieter über Redcare verkauft, fallen für Redcare keine Lagerkosten an, aber sie kassieren die Provision. Das ist der Hebel, der die Marge Richtung 8% treibt, während die Fixkosten für die Logistik dank Automatisierung pro Paket sinken. Umso größer Redcare wird, umso mehr Drittanbieter werden der Plattform beitreten, da sie Zugriff auf die Kunden (14 Millionen im Jahr 2025) haben wollen. Der Skaleneffekt tritt dann von selbst ein.
Schön gerechnet, aber ein Nettoverlust von fast 40 Millionen Euro im Jahr 2025 trotz angeblich so toller Plattform-Skalierung spricht eine andere Sprache. Wenn die Marge bei 2,5 Prozent dümpelt und das Wachstum massiv einbricht, woher soll dann der Cashflow für die nächsten Jahre kommen, ohne dass der Aktionär weiter zur Kasse gebeten wird? Wer sich bei den Zahlen noch einredet, das sei eine “Plattformökonomie”, der ignoriert schlicht die Realität der Bilanz.
Der Nettoverlust für 2025 wurde genauso erwartet vom Markt. An der Börse wird die Zukunft gehandelt, weshalb mich die Entwicklungen der nächsten 5 Jahre interessieren. Dieses Jahr sollen MINDESTENS 2,5 % Marge, nächstes Jahr 3,5 %, 2028 5 % und bis 2030 8 % Marge generiert werden, da die Skaleneffekte sich bemerkbar machen sollten und Marktplatz und Retail-Media wachsen. Mit der Umstellung Ende 2026 auf POPP wird Telemedizin auf der Plattform sehr interessant. Ich glaube einfach, dass die Digitalisierung nicht vor der Gesundheitsbranche Halt machen wird und Redcare als Markführer mit steigender Dominanz hierfür am besten aufgestellt ist. Wir werden sehen, was in den nächsten Jahren passiert.
Wunschdenken und Prognose-Folien. Bei dem Kursrutsch der letzten Wochen hat der Markt wohl gemerkt, dass die Story mit den Traum-Margen in fünf Jahren bei der aktuellen Realität einfach nicht zündet.
Wenn 2025 trotz „Skaleneffekten“ nur eine operative Marge von 2,0 Prozent rauskam, woher soll der Sprung auf 8 Prozent bis 2030 ohne massive Kapitalaufnahme kommen? Das ist kein Investment, das ist ein Gebet auf steigende Kurse bei gleichzeitig schrumpfender Wachstumsdynamik.
Du verwechselst operative Unfähigkeit mit strategischer Investition. Wer hunderte Millionen in hochautomatisierte Roboter-Lager steckt, um die Lohnkosten pro Paket um 70 % zu senken, produziert keinen ‘Verlust’, sondern baut einen uneinnehmbaren Burggraben. Diese Skaleneffekte greifen erst jetzt voll, weshalb die Marge bis 2030 auf 8 % steigen soll – die teuren Investitionen dafür sind bereits getätigt. Wenn das Wachstum bei 13–15 % bleibt, während das Werbebudget gleichzeitig gesenkt wird, beweist das eine enorme organische Markenbekanntheit. Das ist der Inbegriff von profitabler Skalierung: Mehr Umsatz bei sinkenden Akquisekosten. Wer bei einem KUV von unter 0,2 und positivem operativen Cashflow nur auf die Abschreibungen starrt, verpasst den Wald vor lauter Bäumen.
Burggraben durch Roboter, ich lach mich tot. Wenn der „Burggraben“ so tief wäre, würden die Margen bei 2,9 Milliarden Umsatz nicht bei lächerlichen 2 Prozent stagnieren und der Kurs nicht in Richtung 30 Euro abtauchen.
Schau dir die Realität an: Während du von 8 Prozent Marge in 2030 träumst, korrigiert der Markt die Erwartungen für 2026 schon massiv nach unten. Wie soll das Unternehmen bei der Kostenstruktur und dem aktuellen Cashburn jemals dauerhaft profitabel skalieren?
Redcare hat 2025 einen positiven operativen Cashflow von 31 Mio. € erwirtschaftet (nach 22 Mio. € im Vorjahr). Das Unternehmen verdient im Tagesgeschäft also bereits Geld. Der Nettoverlust von 39 Mio. € entsteht rein durch die massiven Investitionen (119 Mio. € CapEx) und die daraus resultierenden Abschreibungen. Das ist kein ‘Cashburn’, das ist der Aufbau von Substanz. Das Management hat im März 2026 klar kommuniziert 2025 und 2026 markieren den Höhepunkt der Investitionstätigkeit. Ab 2027 normalisiert sich der CapEx-Anteil auf 2 % des Umsatzes. Der Free Cashflow wird massiv ansteigen, sobald die Roboter in Sevenum und Pilsen fertig installiert sind. Der durchschnittliche Warenkorb stieg 2025 auf 65,98 €. Die Logistikkosten sind Fixkosten. Wenn der Warenkorbwert steigt, schießt die Marge pro Paket nach oben. Das ist Mathematik, keine Träumerei. Mit über 300 Mio. € Cash und einer frisch umgebauten Schuldenstruktur (Wandelanleihen bis 2032) ist Redcare bis weit über 2027 hinaus durchfinanziert. Wer hier von einer notwendigen Kapitalerhöhung redet, kennt die Liquiditätslage nicht.
Die Skalierung der digitalen Infrastruktur scheint endlich Früchte zu tragen. Die Kombination aus E-Rezept-Durchbruch und klaren Profitabilitätszielen für 2026 macht die Story deutlich greifbarer.
Der Amazon-Mann soll es richten, während die Margen im OTC-Geschäft wegbrechen. Das Rx-Monopol ist der einzige Lichtblick in dieser Story.
Die Amazon-Erfahrung des neuen CFO könnte genau der Impuls sein, um gegen die Drogerieketten zu bestehen. Die kommenden Quartalszahlen müssen zeigen, ob das Rezeptgeschäft den OTC-Einbruch wirklich auffangen kann.
Endlich mal ein Lichtblick für Redcare. Die politische Wende könnte genau der Hebel sein, den das Rx-Geschäft braucht, um die OTC-Schwäche auszugleichen.
Die personelle Erneuerung und der politische Rückenwind könnten tatsächlich den Wendepunkt markieren. Die kommenden Quartalszahlen müssen aber erst zeigen, ob die neue Strategie auch operativ trägt.
Redcare Pharmacy: Bruch unter 20-Tage-Linie
Redcare Pharmacy ist unter die 20-Tage-Linie (36.83 EUR) gefallen. Aktueller Kurs: 36.80 EUR.
Die neue Führung aus dem E-Commerce bringt frischen Wind, aber die halbierte OTC-Prognose und die sinkende Bruttomarge zeigen, dass der Druck enorm bleibt.