CAGR ist das durchschnittliche Umsatzwachstum, da ist nichts glattgebügelt. Für die Jahre 2005 bis 2025 ist es eine faktische Tatsache. Eine sichere Prognose für die Zukunft wird es natürlich nicht sein. Aber man kann auch weiterhin sehr viele Dinge als direkt sicher annehmen, z.B. daß die Ticketeinnahmen inflationsbedingt jedes Jahr zuverlässig steigen, daß das Stadion extrem zuverlässig ausverkauft ist (unabhängig von sportl Erfolgen, siehe Schalke und HSV Zuschauerzahlen in der zweiten Liga), daß die Dauerkarten ausverkauft sind, daß der TV Vertrag Staffelbedingt bis zum Vertragsende steigende Einnahmen garantiert, usw.
beim neuen Puma Vertrag werden steigende Einnahmen garantiert sein, die zweistellige Signing Fee wird erst 2027 ausgezahlt, bei der Bundesliga TV Auslandsvermarktung sind steigende Einnahmen extrem wahrscheinlich
All diese Dinge sind unabhängig von sportl Erfolgen, es sind sicher wiederkehrende Umsätze.
Bei dem Kurs um 3 Euro und einem prognostizierten Gewinn je Aktie von -0,13 Euro redest du dir hier ein Geschäftsmodell schön, das operativ einfach nicht liefert. Solange die Transfersummen bei den gestiegenen Personalkosten und dem Kaderumbau nicht nachhaltig in die Bilanz fließen, ist das alles Kaffeesatzleserei.
in wirklich jedem Nicht-Coronajahr seit 2009 hat BVB schwarze Zahlen geschrieben. Keine einzige Ausnahme bis hierher. Es sind einfache Fakten.
in diesem Jahr werden zum ersten Mal in einem Nicht-Coronajahr rote Zahlen prognostiziert, der einzige Grund ist das Verpassen des CL Achtelfinales und gleichzeitiges Abschneiden im Pokal. Daß diesmal nicht ohne Not einfach ein Spieler verkauft wurde, damit schwarze Zahlen präsentiert werden, ist sinnvoll. BVB hätte im Winter Guirassy verkaufen können, es gab ein werthaltiges Angebot.
Ich fand das Verhalten von Watzke diesbezüglich suboptimal, denn es ist unterm Strich bei einer sum of the parts Analyse völlig unerheblich, wenn statt 100% schwarze Zahlen, nur 95% schwarze Zahlen in Nicht-Coronajahren präsentiert werden.
Die faire Bewertung bei Forbes und KPMG liegt bei 1,9 bzw 2,3 Mrd. Natürlich wird diese faire Bewertung nicht sinken oder steigen, weil zwischendurch als Einmaleffekt positive oder negative Zahlen kommen. Bei CL Finale wurde die Gewinnprognose dreimal hintereinander angehoben, es änderte nix wesentliches und so ist es bei negativem Einmaleffekt.
das gesamte Unternehmen hat eine Börsenkapitalisierung von ca 0,3 Mrd. Natürlich ist das viel zu wenig, mit schönreden hat das nix zu tun
Wegen ein paar FIFA-Zahlungen für WM-Abstellungen wird das operative Geschäftsmodell auch nicht profitabel. Wenn die sportliche Leistung nicht reicht, um die CL-Einnahmen dauerhaft zu sichern, bleiben das nur Peanuts bei den laufenden Personalkosten.
das operative Geschäftsmodell ist profitabel, so wie bisher in allen Nicht-Coronajahren seit 2010, wenn die gesteckten sportl Ziele erreicht werden. Das hat letzte Saison wg Verpassens des CL Achtelfinale nicht geklappt, nur diesmal mit dem nicht unbedeutendem Unterschied, daß man deswegen nicht gleich einen Spieler verkaufen musste, um schwarze Zahlen zu präsentieren. Es ist ein Zeichen von Stärke und zeigt einen Strategiewechsel seit dem Abgang von Watzke an. Wo gibt es denn sowas, daß ein kleines mittelständisches Unternehmen fast überhaupt keine Schulden hat? Macht aus betriebswirtschaftlicher Sicht überhaupt keinen Sinn, jetzt ändert sich das endlich
Selbst wenn das Geschäftsmodell nicht profitabel wäre, wäre BVB bei 0,3 Mrd Börsenkapitalisierung klar unterbewertet.
Es sind natürlich nicht nur die paar FIFA Zahlungen, sondern sehr viele einzelne Geschäftsbereiche, wo die Einnahmen sehr stark steigen. Ein durchschnittliches Wachstum von 10% inkl Zinsen und Zinseszinsen von 2005 bis 2025 ist für einen kleinen Nebenwert definitiv sehr beachtlich, bei Klub WM 2029 wird BVB mindestens 600 Mio Umsatz Ex-Transfer haben, die faire Bewertung wird dann auf klar über 2,5 Mrd steigen. Da wird die Börsenkapitalisierung immer sinnloser. Aber wir wissen ja aus der Vergangenheit, daß es immer wieder mal Kursschübe gab.
und wenn man das alles trotzdem in Frage stellen will: dann ist es eben nur eine Tradinggelegenheit. So what? Man kauft im Sommer, Trefferquote, daß dies ein günstiger Einkaufskurs sein könnte liegt bei 90%
Dass der BVB jetzt bei über 3 Euro dümpelt, während man sportlich sportlich gerade so auf Platz zwei eingetrudelt ist, passt für mich zum allgemeinen Bild. Mit den Transferflops der letzten Jahre und der Frage, ob die Leistungsträger nächste Saison noch Lust haben, bleibt das Ganze ein reines Spekulationsobjekt.
BVB wurde vor der Saison von den Buchmachern als Favorit auf die Top 4 Platzierung gesehen (für Bayern wurden keine Quoten gestellt, da war es eh klar, alle anderen hinter Bayern hatten schlechtere Quoten als BVB) und die komplette Saison über war es völlig klar, daß man sich erneut für die CL qualifizieren würde. Es passierte letztlich mit riesigem Vorsprung, die letzten Spiele konnte man teilweise herschenken, weil es eh klar war.
Leistungsträger Schlotterbeck und Nmecha haben verlängert, Brandt hat man auch aus Altersgründen ziehen lassen.
BVB wird netto, also ohne Transfereinnahmen deutlich mehr als 25 Mio investieren können, sie werden nächste Saison wieder klarer Favorit auf Top 4 sein, nichts anderes ist wichtiger.
Hier die Wettquoten für Meisterschaft, Bayern, dann Dortmund, großer Abstand Leipzig und Leverkusen, die anderen völlig abgeschlagen
In jedem Vor-Coronajahr gab es ein sehr auffälliges saisonales Kursmuster. Tiefstkurse im Sommer, dann Anstieg bis zu den Höchstkursen im Okt/Nov, es sei denn die Aktie ist vorher schon zweistellig gestiegen. Trefferquote für diese These lag bei exakt 100%
nach Corona wurde diese saisonale Kursmuster zwar gebrochen, auch wg der sehr klaren Nebenwerteschwäche seit Ukraine Krieg, die statistische Auffälligkeit bleibt aber natürlich grundsätzlich bestehen. Jetzt ist die Trefferquote halt bei über 90%
die Statistik bezieht sich natürlich nicht nur auf die BVB Aktie, sondern auf Fussballaktien im allgmeinem. Seasonax hat einen 15 Jahresstatistik für Juventus und BVB erstellt:
heute ist die neue Forbes Liste erschienen, BVB Wert steigt von 2,05 Mrd auf 2,2 Mrd Dollar
die Unterbewertung bei 0,34 Mrd Euro Börsenkapitalisierung und 0,03 Mrd Nettoschulden ist z.Z. so groß wie nie.
Wie kommt man denn auf solche Milliardenwerte bei dem Kurs von aktuell ca. 3,12 Euro? Das klingt für mich alles extrem kompliziert, wenn ich gleichzeitig lese, dass bei Transfers wohl das Geld fehlt.
was soll daran sonderlich kompliziert sein??? Findest Du die BVB Aktie etwa nicht stark unterbewertet? Kaderwert 500 Mio, Stadion und weitere Immobilien 500 Mio, Wert der Marke BVB über 600 Mio, sicher wiederkehrende Einnahmen extrem groß, nächste Saison knapp 500 Mio Umsatz Ex-Transfer, Fussballvereine werden mit dem vierfachen Umsatz bewertet
BVB hat bereits sehr deutlich in neue Transfers investiert, als Vizemeister mit den wenigsten Gegentoren besteht nicht die Notwendigkeit noch viel mehr zu investieren. Buchmacherquoten für die neue Saison sind völlig eindeutig,
Völlig egal welche Fantasiewerte Forbes da ausspuckt, wenn die Liquidität on-chain bei den Fans nicht mal für ein vernünftiges Fan-Token-Modell reicht. Fußballaktien sind halt das Gegenteil von DeFi, null Transparenz und die Tokenomics sind bei jedem Transferfenster nur noch ein Glücksspiel.
Transparenz bei der BVB Aktie ist definitiv größer als bei sehr vielen anderen Aktien.
Transferfenster ist nie kompliziert gewesen, ein Budget für Netto-Transfers ist jedes Jahr vorhanden, ein größeres Budget gibt es nur, wenn Spieler verkauft werden. Einfacher geht es nicht.
Jeder weiß worum es geht, wie hoch die künftigen Gesamtumsätze sein werden, auch wenn es sportl obermies laufen sollte, weil dann trotzdem die weitaus meisten Umsätze sicher wiederkehrend sind.
wenn man aber als Fanboy von sportl Gedöns abgeschreckt sein sollte, wartet man halt ab, bis die sportl Entscheidungen alle gefallen sind und hat Jahr für Jahr mitten im Sommer günstige Tradinggelegenheiten:
als die Aktie in Vor-Coronajahren sich von 1 auf 10 verzehnfachte hätte man jedes einzelne Jahr nur im Sommer kaufen sollen
Was bringt eine Forbes-Bewertung, wenn der Free Cashflow seit Jahren kaum ausreicht, um die Abschreibungen auf den Kader zu decken? Wer bei den sportlich schwankenden Ergebnissen auf den Buchwert der Spieler spekuliert, verbrennt sich früher oder später nur die Finger.
Die Abschreibungen werden durch sicher wiederkehrende Umsätze gedeckt, das Unternehmen braucht keinen tollen Free Cashflow. Der Markt “denkt” BVB könne seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, ohne Spieler zu verkaufen, das ist aber totaler Unsinn. Und der Markt “denkt” alles hinge allein am sportl Erfolg, auch das ist völliger Stuss. Es gibt kaum ein Unternehmen im Nebenwerte Sektor, daß so viele sicher wiederkehrende Einnahmen hat wie Borussia Dortmund, sicher wiederkehrend heisst eben genau das, unabhängig von sportl Erfolgen
in der zweiten Liga hätte BVB einen mindestens doppelt so hohen Umsatz wie im Meisterjahr 2010/11
das erzählt sich von allein
der Free Cashflow spielte bei der BVB Aktie jahrelang nie irgendeine wichtige Rolle.
Wenn die sportl Ziele erreicht werden, schrieb BVB in jedem Nicht-Coronajahr immer schwarze Zahlen.
Sportl Ziel war auch diesmal das CL Achtelfinale, das wurde verpasst, deswegen wird man möglicherweise zum ersten Mal überhaupt rote Zahlen schreiben, das ist aber total unerheblich für die sum of the parts Bewertung. In Vor-Coronazeiten hatte Watzke in solchen Situationen einfach einen Spieler verkauft, was fragwürdig ist, jetzt ist BVB mittlerweile deutlich besser aufgestellt und man muss das nicht mehr machen. Die Änderung in der Unternehmensstrategie wird sich über kurz oder lang im Aktienkurs niederschlagen
Ich check das mit dieser Forbes-Bewertung nicht ganz. Wenn das Unternehmen angeblich so viel wert sein soll, warum merkt man davon dann absolut gar nichts am Aktienkurs?
3 Euro ist psychologisch ne harte Marke, aber wenn der August-Bericht solide ausfällt, könnte das der Wendepunkt sein. Die fundamentalen Liga-Zahlen sprechen ja für sich, nur der Aktie selbst hilft das gerade wenig.