BIONTECH SE-ADR (22UA.F) — Diskussion

Willkommen zur Diskussion über BIONTECH SE-ADR.
Ticker: 22UA.F
ISIN: US09075V1026
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Für mich ist es keine Frage: es sind schon so viel positive Forschungsergebnisse über die biontech-Krebstherapien und -impfungen verkündet worden bzw durchgesickert, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass der ganz große Durchbruch kommen wird. Natürlich ist es noch eine riskante Wette, Aber schon etwas mehr Überlebenshoffnung wird deutlich mehr sein als im Moment in vielen Fällen der sichere Tod. Und Alternativen zu den extrem nebenwirkungsreichen Bestrahlungen und Chemotherapien werden dringend ersehnt.
Von daher empfinde ich es als sehr merkwürdig, dass sich die Studienphasen so lange hinziehen, denn wie gesagt: besser als der Tod ist alles andere, auch wenn dann später noch Nebenwirkungen auftauchen sollten. Jeder Tag des Wartens kann für viele schon ein Tag zu viel sein.

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Hoffnung ist keine Bilanzposition. Das Cash-Polster von gut 17 Milliarden Euro ist zwar komfortabel, aber der operative Verlust weitet sich eben auch aus, solange kein neues Produkt am Markt ist. Forschung dauert nun mal Jahre, da helfen auch keine emotionalen Argumente über Zulassungsfristen. Ich schaue mir das erst wieder an, wenn die Onkologie-Sparte echte Cashflows liefert und nicht nur teure Studienergebnisse.

Bisher lese ich nur offizielle Beiträge von Analysten , hoffe aber ,dass eine Diskussion von ,Normalos” in diesem Forum angestoßen wird

Schau dir lieber mal die Entwicklung beim operativen Cashflow an. Ohne das Covid-Sondergeschäft verbrennen die Unmengen für die Pipeline, während die Umsätze wegschmelzen. Wer hier kauft, wettet auf Laborglück statt auf eine solide Gewinnrechnung.

Der Chart ist das Ergebnis von algotrades und der niedrige Kurs ist der Ausdruck der Innovationskraft deutscher Unternehmen. Als Konsequenz wurde moderna favorisiert ohne dass der Wettbewerbe zu keinem Zeitpunkt in Sachen Onkologie Bntx ebenbürtig wäre. Konsequenterweise wurde bis auf die Kooperation mit Merk alles eingestampft und als Kostensenkung verkauft.

Moderna hat sich der Komplexität widersetzt und versucht allein mit ihrer mrna Plattform ins Ziel zu laufen.

Was die Analysten angeht: man schaue mal wer überhaupt die Frau Fye ist und wie hoch ihre Trefferquote liegt: knapp über münzwurf ;). Immerhin hat die gute Frau Fye und Co. Bntx als Schnäppchen bewahrt.

Dass due Analysemethodik angeht: Analysten haben keine Ahnung von Biotechnologie und bewerten die erfolgreiche Marktzulassung nach ihren Tabellen (ca 20%) und nicht an vorliegenden Ergebnissen klinischer Studien. Die bisherigen Daten pulverisieren bisherige Standardtherapien wie mit keytruda (Blockbuster mit 30 mrd Umsatz): die ORR liegt mit knapp 80% doppelt so hoch wie bisherige Behandlungen. GS sprach von einem adressierten Markt von 100 mrd bis 2030. realistisch wäre 30% zu besetzen. Die Marge liegt bei ca 80% und nach Abzug der Anteile der Partner dürfte 10 mrd ebit und eine Bewertung von mindestens 100 mrd drin sein. Also wieder zurück zur 400$ marke. Ehrlich gesagt wäre das sogar enttäuschend da die KI und die Plattform zukünftige Innovationen fördern werden.

Aber alles eigentlich irrelevant: Sahin kennt sich besser mit der Materie aus als ich oder irgendwelche Analysten. Eine Person seines Formats landet ein eigentlich bei der IT. Jetzt johlt er halt die IT in Pharmabranche. Er muss nur nebenbei die black Box „Stoffwechsel“ in Algorithmus fassen und das unsägliche pipetieren in der Forschung und die Amputation, Vergiftung und Verstrahlung hat endlich ein Ende, Medizinstudenten in 50 Jahren werden uvsere aktuelle Medizin als „Steinzeit“ beschreiben und Sahin als den Gamechanger. Achja: der Autor dieser Zeilen ist investiert :smiley:

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Aktueller Kurs um die $101.

10 Mrd. EBIT, 80% Marge und $400 Kursziele? Bei einem Laden der aktuell negativem EBIT hat und Geld verbrennt? Das KGV ist negativ.

Klar, Forschung ist wichtig. Aber bevor die 100 Milliarden Markt besetzt sind und 10 Milliarden EBIT generiert werden, muss erstmal ein Euro verdient werden. Aktuell scheint das nicht der Fall. Fantasie schön und gut, aber Bilanzen lügen nicht.

Die “Gamechanger”-Geschichten sind mir zu viel. Zeigt mir Free Cashflow und nachhaltige Gewinne. Dann reden wir über $400.

Ich hab null Interesse dich zu überzeugen. Kauf gern erst wenn die Zulassungen erfolgt sind und sich die Therapien durchgesetzt haben - direkt risikofreie Staatsanleihen. Btw: recht viel Text ohne einen meiner genannten Punkte faktisch widerlegen zu können. Aber Fakten mit Meinungen gleichzusetzen, ist ja der Zeitgeist. Auch etwas zu poltern in Foren. Welch genussvolle Zeitverschwendung :slight_smile:

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Die 54% Risikoreduktion bei Gotistobart ist ein starkes klinisches Signal. Die Pipeline beginnt, ihr Versprechen einzulösen, auch wenn die Pivotaldaten abwarten müssen.

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“Breite Pipeline, enger Finanzrahmen” - Das Biontech auf einem Kapital von mehr als 15Mrd sitzt, scheint der Analyst nicht in seiner Rechnung zu haben - das sagt eigentlich alles.

Analysten und ihre Rechenmodelle eben. Die Cash-Position ist doch das Einzige, was den Laden gerade noch stützt.

Genau - kann man auch anders formulieren:
Der Aktienpreis ist im Augenblick fast ausschliesslich durch den Cashbestand erklärt. Pipeline, Lizenzen etc. sind faktisch mit Null bewertet. Das finde ich schon aussergewöhnlich für ein Unternehmen, das bereits bewiesen hat, dass es Innovation bis zum Produkt und weltweite Vermarktung kann (mit Pfizers Hilfe, aber die Vernetzung sollte heute besser als je zuvor sein).

Das ist doch genau das Problem. Wenn die Pipeline trotz der massiven Cash-Reserven und der jüngsten Datenvorstellungen vom Markt faktisch bei Null taxiert wird, glaubt da draußen einfach niemand mehr an den schnellen Erfolg der neuen Projekte. Der Abgang der Gründer hat da wohl auch das letzte bisschen Vertrauen in die Vision pulverisiert.

Die milliardenschweren Rücklagen sind beeindruckend, aber der radikale Fokuswechsel birgt enorme operative Risiken.

Die Onkologie-Pipeline ist beeindruckend, aber der bevorstehende Wechsel an der Spitze und der Umsatzrückgang sind erhebliche Unsicherheitsfaktoren.

Die 6,9 Milliarden Euro Gewinnrücklage zeigt, wie ernst der Umbau zum reinen Onkologie-Player gemeint ist. Das ist ein massiver Hebel für die Pipeline, aber auch ein langer Atem für Aktionäre.

Die strategische Neuausrichtung ist konsequent, aber die operative Umsetzung mit Werksschließung und Studienabbruch wirft kurzfristig Fragen auf.

Ein Gerichtssieg über 1,9 Milliarden Euro, während die Gründer das Unternehmen verlassen – das Timing ist schon bemerkenswert.

Die Steueroptimierung ist ein notwendiger Schritt, aber die Umsatzprognose für 2026 zeigt, wie hart der Übergang weg vom COVID-Geschäft wirklich wird.

Die Kombination aus Führungswechsel und klinischen Rückschlägen bei den wichtigsten Pipeline-Projekten ist ein toxischer Mix.