Willkommen zur Diskussion über Banca Monte dei Paschi di Siena.
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Lovaglio macht jetzt also doch den CEO — mal sehen ob das diesmal hält. Die 0,86 Dividende nächsten Monat ist immerhin ein Lichtblick bei dem ganzen Hin und Her.
Nach den Quartalszahlen und der Ankündigung der Dividende frage ich mich: Ist das jetzt ein Zeichen, dass die Bank wirklich stabil ist, oder nur ein kurzer Lichtblick? Caltagirone macht mir mit seinem Protest gegen den Generali-Verkauf etwas Bauchschmerzen.
Ich hab die MPS schon länger auf dem Schirm und die Zahlen sind tatsächlich solide, vor allem die gesunkene Kostenquote auf 44% spricht für operative Verbesserungen. Der Caltagirone-Protest ist allerdings ein typisches italienisches Schauspiel – der will einfach nur seinen Einfluss sichern und die Generali-Beteiligung nicht aufgeben. Die Dividendrendite von über 9% ist verlockend, aber bei italienischen Banken weiß man nie, ob nicht doch noch eine Überraschung aus dem politischen Umfeld kommt.
Meint ihr, der Kursgewinn von über 50 Prozent im Jahr ist schon eingepreist, oder kann da mit den Übernahmeplänen noch mehr kommen?
Über 50% im Jahr sind schon ne Ansage, aber bei dem Bieterkampf kann da noch Spielraum nach oben sein.
Nach dem Rekordgewinn frag ich mich: Ist die Bank jetzt wirklich so stark, oder ist das nur die Übernahmephantasie? Ein Nettogewinn von 610 Millionen im Quartal klingt erstmal riesig. Aber wenn Intesa die 36 Milliarden bietet, weiß ich nicht ob da nicht schon alles eingepreist ist.
Neulich hab ich mir die Zahlen auch angesehen. Die 610 Millionen sind schon operativ stark, keine Frage. Aber Übernahmephantasie treibt den Kurs oft mehr als Fundamentaldaten. Die 36 Milliarden von Intesa sind ein reales Angebot, kein Luftschloss – das Limit ist also greifbar. Wer jetzt noch einsteigt, wettet darauf, dass der Widerstand von Lovaglio wirklich was bringt. Sonst ist das Potenzial nach oben schon ziemlich ausgereizt.
Übernahmeschlacht hin, Tauschangebote her: Mich wundert, dass MPS die Offerten als “unwiderruflich” bezeichnet, obwohl da eine Zweidrittelmehrheit auf der Hauptversammlung erst noch her muss. Ob das nicht eher nach Wunschdenken klingt als nach Plan? Ich meine, wenn die eigenen Aktionäre am Ende Nein sagen, ist so ein unwiderrufliches Angebot doch auch nur ein Stück Papier. Aber gut, ich bin gespannt, was im Oktober dabei rauskommt!
Unwiderruflich ist so ein schönes Wort, bis die Hauptversammlung es dann kleinlaut zurücknimmt. Ich hab schon Papiere gesehen, die nannten sich bindend, und am Ende war’s ein Fetzen Klopapier. Diese 8,1 Prozent Abschlag auf BPM, die Consob da ausgerechnet haben will, sind auch so eine Rechenakrobatik, je nachdem welchen Freitag man nimmt, wird aus dem Abschlag ein Aufschlag. Aber der Lovaglio rechnet ja sowieso gern mit 1,4 Milliarden Synergien, während die eigenen Aktionäre noch gar nicht gefragt wurden. Dass die Aktie bei dem Theater unter Druck kommt, wundert mich kein bisschen!
Wenn Großaktionäre gleich geschlossen gegen das eigene Management stimmen - wie viel Rückhalt hat die Strategie dann überhaupt noch?